U23-EM in Burgas: Halberstadt schrammt an Bronze vorbei

20.06.2016 10:14 von Jan Sägert

Bei der wegen Problemen mit der Streckensperrung auf eine Sprint-Distanz (geplant war eine Kurz-Distanz) verkürzten U23-Europameisterschaft in Burgas (BUL) hat Delphine Halberstadt (Münster) für das beste Ergebnis der elf DTU-Athleten gesorgt. Nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und einem 5-Kilometerlauf verpasste Halberstadt die Bronzemedaille um die Winzigkeit von vier Sekunden. Die zehn anderen Schützlinge von Klaus-Peter Justus (Bundestrainer U23) wurden entweder von den teils miserablen Straßenverhältnissen am Schwarzen Meer ausgebremst oder hatten Probleme mit der großen Hitze. So stürzten Anabel Knoll (Ingolstadt) und Jonas Breinlinger (Saarbrücken) in guten Radpositionen und waren damit im Kampf um die Medaillen chancenlos.

Starke Radsplits von Baumann und Halberstadt

Im Gegensatz zu Knoll (15. Platz nach dem Schwimmen) erwischte Halberstadt - ähnlich wie ihre Teamkolleginnen Anna Schmidt (Neubrandenburg) und Sara Baumann (Hagen) - keinen guten Start und stieg als eine der letzten der 42 gestarteten Teilnehmerinnen aus dem Wasser. Dank starken Radleistungen, Baumann und Halberstadt fuhren den besten bzw. drittbesten Radsplit, brachten sich die DTU-Damen vor dem Laufen aber wieder in eine aussichtsreiche Position. Diese nutzte später aber nur Halberstadt. So landeten Marlene Gomez-Islinger, Sara Baumann und Anabel Knoll am Ende auf den Plätzen 18, 24 und 25. Anna Schmidt wurde 32.. Der EM-Titel ging an die Italienerin Angelica Olmo. Silber und Bronze holten die Britin Sophie Coldwell und Ekaterina Matiukh aus Russland.

Valentin Wernz als 17. bester Deutscher

Als "durchwachsen" bewertete Bundestrainer Justus die Leistungen der sechs DTU-Herren. "Die Laufleistungen haben keine besseren Platzierungen zugelassen", so Justus nach dem Rennen. Dabei hatte die EM vor allem für Jonas Breinlinger (Saarbrücken) und Linus Stimmel (Worms) noch vielversprechend begonnen. Beide wechselten nur wenige Sekunden hinter den tagesschnellsten Schwimmern aufs Rad. Auch da wahrten beide ihre Chancen auf gute Platzierungen. Für Breinlinger zerplatzten die Träume dann nach einem Sturz, den sein Trainer auch auf die "einer EM-unwürdigen Bedingungen" zurückführte. Nach einem mäßigen Wechsel konnte Stimmel das Tempo der Besten beim Laufen nicht mitgehen und landete in seinem ersten Jahr in der U23 auf dem 25. Platz. Etwas besser machten es Valentin Wernz und Gregor Payet (beide Saarbrücken), die als 17. bzw. 22. über die Ziellinie liefen. Für Ian Manthey reichte es trotz ordentlicher Laufleistung nur zum 36. Platz. "Der Abstand nach dem Schwimmen war bei ihm einfach zu groß", erklärte Justus. Jan Stratmann, der sechste DTU-Starter im Bunde, beendete das Rennen auf dem 28. Platz. EM-Gold ging erwartungsgemäß an den Spanier David Castro Fajardo, der sich gegen Dario Chitti (ITA) und den Israeli Shachar Sagiv durchsetzte.

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