Höhentrainingslager in Sankt Moritz mit kleiner Trainingsgruppe um Anne Haug

01.07.2016 10:07 von Oliver Kubanek

Triathlon-Nationalmannschaft mit Feinschliff für Saisonhälfte zwei

Mit fünf Athletinnen und Athleten ist der Cheftrainer der Deutschen Triathlon Union, Ralf Ebli, Mitte Juni ins Höhentrainingslager nach Sankt Moritz gereist. Anne Haug, Hanna Philippin (beide Saarbrücken) und Anja Knapp (Dettingen) arbeiten mit dem Herren-Duo Steffen Justus (Saarlouis) und Justus Nieschlag (Lehrte) an ihrer Leistungsfähigkeit für die zweite Saisonhälfte. Mit Ausnahme Nieschlags werden alle knapp sechs Wochen in der Schweizer Höhe trainieren. Der Nachwuchsmann wird nach knapp vier Wochen seine „Bergzelte“ abbrechen.

Part eins: Erhöhung des aeroben Niveaus

Ebli hat die Athleten gemeinsam mit dem für den Leistungssport zuständigen Vize-Präsidenten der DTU, Reinhold Häußlein, im ersten Teil des Trainingslagers betreut und ist vor gut einer Woche von Elite-Bundestrainer Dan Lorang abgelöst worden. Dieser erste Teil war genutzt worden, um an der aeroben Ausdauer zu arbeiten. „Die Anregung der Produktion der roten Blutkörperchen in der Höhe ermöglicht es uns, bei ruhigem Training eine besseres aerobes Niveau zu erreichen“, erläutert Lorang die Systematik. „Mit der höheren Stoffwechselaktivität haben wir letztes Jahr gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist allerdings, dass wir das Training sportwissenschaftlich und medizinisch genau überwachen, damit wir Überlastungen vermeiden können.“

Bereits im Vorjahr war ein Teil des DTU-Kaders in Sankt Moritz, so dass sich Trainer und Athleten davon überzeugen konnten, im olympischen Jahr ideale Trainingsbedingungen vorzufinden. „Die Gegebenheiten sind optimal, um die entsprechenden Trainingsinhalte umzusetzen“, so Lorang. „Wir hoffen, dass das Wetter anhaltend mitspielt, aber auch die Radrollen sind eingepackt, so dass wir auf alles vorbereitet sind.“ Bisher hatten die DTU-Athleten mit dem Wetter Glück, allein die Reise Philippins und Nieschlags zur DTU DM in Düsseldorf, wo das junge Athleten-Duo den deutschen (Regen-)Sommer miterlebte, störte das Wetterbild ein wenig.

Part zwei: Individuelle Intensivierung

Part zwei des Trainingslagers hat mir einer Erholungsphase über mehrere Tage begonnen, um die folgende Intensivierung des Trainings vorzubereiten. „Hier werden wir individuell anpassen, ob beispielsweise die intensiven Einheiten auf der Höhe von 1800 Metern, wo wir stationiert sind, absolviert werden, oder ob wir dafür eher niedrige Höhenlagen wählen, wo wir gegebenenfalls dafür höhere Geschwindigkeiten realisieren können.“ Generell werde Individualität in diesem Trainingslager sehr groß geschrieben, betont der Bundestrainer. Das ist auch der Grund, warum mit „nur“ fünf Athleten eine eher kleine Trainingsgruppe in die Schweiz gereist ist. Phasenweise werden noch Trainingspartner zum DTU-Team hinzustoßen, die bereits in der Saisonvorbereitung mit der Nationalmannschaft trainiert hatten, wie etwa der Portugiese Joao Silva oder der Luxemburger Bob Haller. „Diese kleine Gruppe ermöglicht eine sehr personenbezogene und flexible Trainingsgestaltung. Nur so können wir für jeden Athleten das Optimale herausholen.“

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