Sebastian Kienle und Katja Konschak neue Deutsche Lang-Distanz-Meister

03.07.2016 17:12 von Oliver Kubanek

Kienle: „Superhart, supergeil – solche Siege sind mit die schönsten“

Sebastian Kienle (Knittlingen) und Katja Konschak (Nordhausen) sind neue Deutsche Meister über die Triathlon-Lang-Distanz. Mit seinem Sieg beim Mainova IRONMAN Frankfurt nach 7:52:43 Stunden sicherte sich Kienle seinen zweiten nationalen Titel nach 2010. Zweiter mit nur 57 Sekunden Rückstand wurde Andreas Böcherer (Freiburg, 7:53:40 Stunden). Christian Kramer (Leipzig) sicherte sich in 8:18:14 Stunden Rang drei der DM-Wertung. Gesamtdritter in Frankfurt wurde der Spanier Eneko Llanos. Katja Konschak wurde erstmals Deutsche Meisterin. In 9:09:58 Stunden jubelte sie auf dem Römerberg. Daniela Sämmler (Darmstadt) folgte in 9:13:23 Stunden, Natascha Schmitt (Frankfurt, 9:16:40 Stunden) wurde Dritte. Siegerin in Frankfurt war Australiens Melissa Hauschildt (9:01:17 Stunden).

„Ich bin megastolz“, ordnete Kienle seinen Sieg ein, nachdem er im Ziel völlig erschöpft zu Boden gesunken war. „Der Andi hat mich bis zum Limit gepusht. Superhart, supergeil. Aber solche Siege sind auch mit die schönsten.“ Alles andere als unzufrieden war auch der Vize-Meister. „Wir haben eine Lang-Distanz bis zum Ende ausgefochten und eine Wahnsinnszeit hingelegt. Da tut Rang zwei keinen Abbruch.“

Spannendes Duell bis zum Schluss zwischen Kienle und Böcherer

Am Langener Waldsee hatte der Renntag wie erwartet mit einem Rückstand von Sebastian Kienle begonnen, indes waren rund dreieinhalb Minuten auf Andi Böcherer und Christian Kramer etwas mehr als der neue Deutsche Meister sich gewünscht hatte. Auf dem Rad spielte Kienle aber seine Stärke aus und fuhr auf der ersten Hälfte der 180 Kilometer auf den bis dahin führenden Böcherer auf. Gemeinsam ging es in die zweite Wechselzone, die Kienle nach entschlossenem und konzentriertem Wechsel mit kleinem Vorsprung verließ. Kramer verlor auf dem Rad viel Zeit. Auch die ersten Laufkilometer machte Kienle Druck, doch Böcherer folgte mit konstant geringem Rückstand. Der Freiburger schaffte gegen Ende sogar noch eine Verringerung des Abstandes, aber im Ziel durfte Kienle völlig erschöpft über den Sieg jubeln. Weniger als eine Minute später freute sich auch Böcherer riesig über seine tolle Leistung und die Silbermedaille. Christian Kramer komplettierte das DM-Podium.

Katja Konschak läuft mit einem Marathon in 2:59:30 zum DM-Sieg

Total zufrieden mit ihrem Rennen und dem Deutschen Meistertitel war auch Katja Konschak. „Wahnsinn, ich hätte nicht gedacht, dass ich so einen Marathon laufen kann“, staunte sie sogar ein wenig über ihre Leistung. „Das Schwimmen lief wie geplant, auf dem Rad war ich so schnell wie nie und dann solch ein Marathon“, fasste sie einen gelungenen Tag zusammen. Die neue Titelträgerin war nach einem guten Schwimmen lange nicht auf den Podienplätzen unterwegs, legte aber nach ihrer persönlichen Radbestzeit einen tollen Marathon in 2:59:30 hin und sicherte sich so den DTU DM-Titel. Das Rennen um den nationalen Titel führte lange Natascha Schmitt an. Im Schwimmen legte sie zweieinhalb Minuten zwischen sich und Daniela Sämmler, es kamen zwei weitere im Radfahren hinzu. Gegenüber Konschak wuchs der Vorsprung nach der zweiten Disziplin gar auf über zwölf Minuten. Da für die beiden mitfavorisierten Kristin Möller (Ingolstadt) und Diana Riesler (Jena) der Wettkampf nach dem Schwimmen beendet war, da beide mit den kalten Wetterbedingungen nicht zurecht kamen, konzentrierte sich der Kampf um die DM-Krone auf dieses Trio. Schmitt merkte man an, dass sie in der Vorbereitung verletzt war und so vor allem Laufkilometer fehlen. Ihre Konkurrentinnen überholten sie im Verlaufe der 42,195 Kilometer: zunächst Daniele Sämmler, dann auch Konschak, die einige Kilometer vor dem Ziel auch noch die zwischenzeitlich führende Sämmler „einsammeln“ konnte.

 

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Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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