Triathlondeutschland unterwegs – Cozumel, Gran Canaria, Wales - Rückblick 15.-18. September

19.09.2016 14:10 von Jonas Konrad

Das Weltmeisterschaftswochenende in Mexiko mit dem Grand Final der World Triathlon Series 2016 ist Geschichte, die neuen Weltmeister sind gekürt: Laura Lindemann gewinnt U23-Gold, Lisa Tertsch wird Vizeweltmeisterin bei den Juniorinnen. Auf der Lang-Distanz konnte Marc Duelsen in Wales sein erstes Ironman-Rennen gewinnen.

ITU Weltmeisterschaften Sprint- und Kurz-Distanz Cozumel, Mexiko, 11.-18. September

Laura Lindemann hat in ihrem ersten Elite-Jahr gleich den U23-Weltmeistertitel erringen können. Nach 1:59:18 Stunden verwies Lindemann die Französinnen Leonie Periault und Sandra Dodet auf die Ränge zwei und drei. Im Herren-Rennen der U23-Athleten hatte Teamkollege Lasse Lührs Pech. In seinem ersten U23-WM-Rennen schied er mit einem Defekt am Rad aus. Neuer Weltmeister ist der Niederländer Jorik van Egdom, der sich gegen den Brasilianer Manoel Messias und den Ungar Bence Bicsák durchsetzen konnte.

Ebenfalls erfolgreich lief es für die DTU-Juniorinnen. Nach 59:41 Minuten für 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen hatte Lisa Tertsch sich nur der US-Amerikanerin Taylor Knibb (59:05 Minuten) geschlagen geben müssen. Teamkollegin Lena Meißner wurde in 1:00:07 Stunden nach tollem Rennen Siebte. Bronze ging an die Südkoreanerin Hye Rim Yeong. Die DTU-Junioren wurden in der Hitzeschlacht auf Cozumel 21. (Peer Sönksen, 55:51 Minuten) und 25. (Frederic Funk, 56:12 Minuten). Neuer Weltmeister wurde nach 54:02 Minuten Austin Hindman (USA) vor Kanadas Charles Paquet und Ben Dijkstra aus Großbritannien.

U23-Weltmeisterin Laura Lindemann Silber für Lisa Tertsch Justus Nieschlag. Fotos: Jo Kleindl

Das Grand Final der World Triathlon Series ging am Samstag und Sonntag über die Bühne. Anja Knapp aus Dettingen beendete das letzte Rennen der WM-Serie 2016 auf Platz 20. Teamkollegin Hanna Philippin hatte das Rennen kurz nach dem Beginn des Laufes wegen der großen Hitze aufgeben müssen. Mit dem Tagessieg gewann Flora Duffy von den Bermudas auch den WM-Titel. Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Gwen Jorgensen (USA) wurde Zweite und auch Vize-Weltmeisterin, WM-Bronze ging an Ai Ueda aus Japan.

Nicht das erhoffte Ende nahm das Finale auf Cozumel für die deutschen Herren. In Mexiko war Justus Nieschlag als 18. bester Starter der DTU, Steffen Justus wurde 43., Franz Löschke lief als 53. ins Ziel. Gregor Buchholz musste das Rennen bereits nach dem Schwimmen beenden, Jonathan Zipf ging krankheitsbedingt nicht an den Start. Sieger wurde Henri Schoemann (RSA), vor Jonathan und Alistair Brownlee (beide GBR). Der zweitplatzierte Jonathan Brownlee sah bis 600 Meter vor dem Ziel wie der sichere Sieger und neue Weltmeister aus, kollabierte dann aber wegen der Hitze. Sein Bruder half ihm noch ins Ziel. Den Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung und die WM-Krone entschied durch einen fünften Rang in Mexiko somit der Spanier Mario Mola.

In den Wettbewerben der Age-Group Athleten sicherte sich die DTU-Altersklassen-Nationalmannschaft einen kompletten Medaillensatz. Günter Beilstein, Ralf Laermann und Michael Bock  gewannen über die Sprint-Distanz Gold, Silber und Bronze.

Ironman Wales, Großbritannien, 18. September

Marc Duelsen konnte in Wales sein erstes Ironman-Rennen gewinnen. Der Stuttgarter setzte sich nach neun Stunden gegen den Briten Philip Graves und Nick Baldwin von den Seychellen durch. Bei den Damen gewann Darbi Roberts aus den USA.

Challenge Gran Canaria, Spanien, 18. September

Erstmalig wurde am Sonntag der Challenge Gran Canaria über die Mittel-Distanz ausgetragen. Die Siege gingen an den Österreicher Thomas Steger und die Schweizerin Emma Bilham, der einzige deutsche Starter im Profifeld Christian Jais kam auf Position neun ins Ziel.

Die hier vorgestellten internationalen Events und aufgezählten Athleten stellen nur eine Auswahl dar. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

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