Ordentliches Team-Resultat für DTU-Herren, aber keine Olympia-Norm

14.05.2016 09:03 von Oliver Kubanek

Gemischte Gefühle im Lager der Triathlon-Nationalmannschaft

Mit den Rängen 14 für Steffen Justus (Saarbrücken, 1:47:34 Stunden), 15 für Gregor Buchholz (Wiesbaden, 1:47:44 Stunden) und 22 für Franz Löschke (Potsdam, 1:48:04 Stunden) zeigten die deutschen Triathlon-Herren beim Rennen der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie über die olympische Distanz (1,5 km – 40km – 10 km) in Yokohama (Japan) aufsteigende Form und erzielten ein gutes Team-Resultat. Die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, eine Platzierung unter den ersten Acht, verfehlten sie aber. Beim Sieg des Spaniers Mario Mola (1:46:27 Stunden) hatte Justus Nieschlag (Lehrte) den Wettkampf vorzeitig beenden müssen. Zweiter wurde Crisanto Grajales (MEX, 1:46:42 Stunden) vor dem Norweger Kristian Blummenfelt (1:46:45 Stunden).

„Leider hat es nicht geklappt mit einer Top Acht-Platzierung“, sagte Bundestrainer Dan Lorang. „Aber immerhin haben wir in der Summe das beste Ergebnis dieser Saison erzielen können. Natürlich hätten wir gerne mehr in den Händen gehalten, aber die Jungs haben alles gegeben und letztlich auch gute Leistungen gezeigt“, so der Coach, der mit seinem Team die japanische Metropole mit gemischten Gefühlen verlässt. „Die verpassten Olympia-Qualifikationschancen führen natürlich zu Enttäuschung. Aber die Kurve zeigt insgesamt nach oben. Der ein oder andere war selbstredend mit größeren Erwartungen hier angetreten und ist individuell sehr traurig, aber auch hier müssen wir sehen, dass wir das Positive für die anstehenden Aufgaben mitnehmen.“

Zäher Kampf um Sekunden und Plätze wird nur bedingt belohnt

Die Geschichte der ersten zwei Disziplinen ist schnell erzählt. Aus dem Wasser führte der US-Amerikaner Ben Kanute das Feld der Triathleten. In der Nähe der Spitze kamen Justus Nieschlag, Steffen Justus und Franz Löschke mit Rückständen zwischen 20 und 30 Sekunden aus dem Wasser. Gregor Buchholz hatte etwas mehr Abstand. In der ersten Radrunde entsponn sich ein Kampf vieler kleiner Athletengruppen um den Anschluss an die Spitze. Resultat dieses Kampfes war eine über 40 Athleten große Spitzengruppe mit einem deutschen Trio. In der Folgerunde schaffte auch Buchholz‘ Gruppe den Sprung zu den Vorderen, so dass alle vier DTU-Starter mit nahezu dem gesamten Feld den Radsplit absolvierten.

Der zweite Wechsel klappte für das deutsche Quartett reibungslos. Top-Favorit Mario Mola setzte sich mit dem Norweger Kristian Blummenfelt schnell etwas ab. Die vier Deutschen positionierten sich in der Verfolgungsgruppe, angeführt von Gregor Buchholz. Nach 2500 Laufmetern waren Buchholz, Justus und auch Löschke aussichtsreich platziert, Nieschlag hatte bereits etwas Rückstand und stieg kurz darauf aus dem Rennen aus. Während Mola an der Spitze seine Klasse demonstrierte und der Mexikaner Crisanto Grajales den Norweger noch von Platz zwei verdrängte, kämpften Justus und Buchholz um jeden Platz. Am Ende standen die Ränge 14 und 15 zu Buche sowie Platz 22 für Franz Löschke: ein gutes Mannschaftsergebnis, aber keine individuelle Erfüllung der Norm für Olympia 2016.

Das WM-Ranking führt Mario Mola mit 3033 Punkten an. Bester DTU-Athlet ist als 28. mit 555 Punkten Steffen Justus.

Anne Haug qualifiziert für Rio 2016 - Beratungen der DTU-Verantwortlichen folgen

Nachdem die deutschen Triathleten bei den Damen und bei den Herren die möglichen fünf Olympiaplätze (drei bei den Damen, zwei bei den Herren) nicht gemäß der ergebnisorientierten Nominierungskriterien benennen können, werden sich der DTU-Leistungssportausschuss und das DTU-Präsidium hinsichtlich der verbliebenen Plätze neben der qualifizierten Anne Haug (Saarbrücken) beraten. Nach diesen sportfachlichen Beratungen erfolgt ein Nominierungsvorschlag des Präsidiums an den Deutschen Olympischen Sportbund, der über die finale Nominierung entscheiden wird.

 

Medienkontakt DTU:

Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

Zurück