Überraschung beim ITU World Triathlon Stockholm: Fünfter Platz für Justus Nieschlag

28.08.2017 09:57 von Jan Sägert

Justus Nieschlag (Saarbrücken) hat beim ITU World Triathlon in Stockholm (SWE) am Samstag (26. August) das beste Ergebnis seiner Karriere eingefahren. In seinem 17. WTS-Rennen erkämpfte sich der 25-Jährige gebürtige Niedersachse vor dem schwedischen Königspalast den fünften Platz. "Was soll ich sagen. Ich wusste, dass mir dieser technische Kurs liegt. Das es dann so gut läuft, hätte ich aber selbst nicht gedacht", so Nieschlag. Der fünfte Platz ist das beste Ergebnis eines DTU-Athleten seit August 2014. Damals hatte Gregor Buchholz ebenfalls in der schwedischen Hauptstadt als Dritter erstmals den Sprung aufs Podium eines Rennens der ITU World Triathlon Series geschafft.

Auf Augenhöhe mit der Weltspitze

Nieschlag war in Stockholm von Beginn an vorn dabei. "Neoschwimmen und die welligen Bedingungen sind eigentlich nicht so mein Ding", erklärte er nach dem Rennen. Dennoch hielt sich der einzige Deutsche im Feld immer unter den Top Ten und schaffte mit einem überragenden Wechsel den Sprung in eine illustre Spitzengruppe, zu der unter anderem auch der Olympia-Zweite von Rio, Jonathan Brownlee (GBR), gehörte. Und auch hier übernahm Nieschlag auf dem technischen Kurs durch Stockholm mutig die Initiative - seine Begleiter mussten ihn sogar ein wenig bremsen. "Vielleicht war ich ein bisschen zu aggressiv", analysierte er im Nachhinein. Auch beim Laufen versteckte sich Nieschlag nicht.

Acht Sekunden fehlen zum Podium

"Ich habe mich sehr gut gefühlt und bin deshalb auch erstmal mit Johnathan Brownlee mitgelaufen", erinnert sich Nieschlag an den zweiten Wechsel. Später entschied er sich, sein eigenes Tempo zu laufen. Zwar schlossen die Verfolger um den amtierenden Weltmeister und WM-Führenden Mario Mola (ESP) und den starken Kristian Blummenfelt (NOR) noch auf. Doch der Deutsche Meister bezwang beide im Zielsprint auf dem Slottsbacken und riss nach 1:49:36 Stunden die Arme hoch. Nur acht Sekunden fehlten am Ende zum Franzosen Pierre Le Corre, der Dritter wurde. Der Sieg ging an Jonathan Brownlee. Platz zwei sicherte sich der Norweger Blummenfelt.   

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