Was macht eigentlich...? Ricarda Lisk

26.12.2017 10:00 von Eva Werthmann

Im Jahr des ersten olympischen Triathlons begann die Profikarriere von Ricarda Lisk. Erst im August 2017, nach dem Finish beim legendären Inferno Triathlon in der Schweiz legte die 36-Jährige ihren Neo, das Rad und die Laufschuhe endgültig beiseite – und blickt nun unter anderem auf eine Olympiateilnahme und zwei überragende Kurz-Distanzrennen in Hamburg zurück. Als Trainerin gibt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen nun an Altersklassen-Triathleten weiter. Folge 9 unserer Serie „Was macht eigentlich…?“.

Ricarda, wie lange warst Du als Triathletin aktiv und wann hast Du Deine Karriere beendet (vielleicht auch kurz warum)?

Ich habe erst dieses Jahr im August meine Profi-Karriere beendet. Als letzten Wettkampf habe ich mir einen Langdistanz-Kompromiss rausgesucht. Nach etwas mehr als 10 Stunden kam ich beim Inferno-Triathlon in der Schweiz ins Ziel und habe sozusagen meine Karriere in knapp 3.000 Metern Höhe auf dem Gipfel beendet. Ich war 17 Jahre lang PROFI-Athletin, nun freue ich mich endlich ohne Plan, Druck oder Reisestress nach Lust und Laune Sport machen zu können.

Was waren Deine größten Erfolge und an welches Rennen erinnerst Du Dich heute noch besonders gern?

Als größten Erfolg sehe ich immer noch den 5. Platz bei der Triathlon-Heim-WM 2007 in Hamburg. Dort dabei gewesen zu sein und das Olympia-Ticket zu holen, davon werde ich noch meinen Enkeln erzählen. Aber auch die Olympischen Spiele in Peking selbst, den Weltcupsieg in Hamburg 2008 oder die vielen Rennen an den entferntesten Orten der Welt, werde ich immer und gern in Erinnerung behalten.

Wo und wie lebst Du aktuell und was machst Du mittlerweile beruflich?

Ich bin mittlerweile in die Schweiz gezogen und konzentriere mich nun voll und ganz auf meine Trainertätigkeit. Ich trainiere Altersklassen-Athleten, arbeite viel mit dem Baden-Württembergischen Triathlonverband zusammen und übernehme die sportliche Leitung bei den Trainingscamps von Hannes Hawaii Tours auf Fuerteventura. Zudem habe ich den Außendienst von der individuellen Team-Bekleidungsfirma renérosa in der Schweiz übernommen.

Wie häufig wirst du nun noch sportlich aktiv sein - und in welchen Sportarten? 

Zum Abschied meiner Profikarriere habe ich vom Radhersteller STEVENS ein neues Fully bekommen. Hier in der Schweiz ist Mountainbiken natürlich ein Traum. Und zum Wandern sind die nächsten 2.000er Gipfel auch gleich um die Ecke. Jetzt im Winter werde ich aber erstmal die top präparieren Loipen zum Langlaufen nutzen und endlich mal Skifahren lernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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