Triathlondeutschland war unterwegs - in Holten, Klagenfurt und Edinburgh

03.07.2017 11:43 von Jan Sägert

Mit größtenteils fetter Beute ist Triathlondeutschland von den Rennen des Wochenendes zurückgekehrt. Drei Top-Ten-Ergebnisse holte das DTU-Leistungssport-Team um Jonathan Zipf (Saarbrücken) und Sophia Saller (Oxford/GBR) beim ETU Europacup in Holten. Auch im spanischen Altafulla mischten die deutschen Athleten lange vorn mit. Einen Überraschungscoup landete Andreas Raelert mit dem Sieg bei seinem Saison-Comeback in Edinburgh. Auch Jan Frodeno, Raelerts Weggefährte auf der Kurz-Distanz und langjähriger DTU-Teamkollege, hat die Liste seiner Titel ausgebaut. Er gewann die 19. Auflage des Ironman Austria in Klagenfurt am Wörthersee.  

 


ETU Sprint Triathlon European Cup, Holten (NED), 1. Juli

Jonathan Zipf (Saarbrücken) hat bei seinem ersten Europacuprennen in dieser Saison den Aufwärtstrend fortgesetzt. Drei Wochen nach dem starken Rennen im Kraichgau nutzte Zipf beim traditionsreichen Wettkampf in Holten (NED) und empfahl sich gemäß den Nominierungskriterien der DTU für weitere Starts im ITU-Weltcup und der ITU World Triathlon Series. Beim Schwimmen orientierte er sich am späteren Sieger Richard Murray (RSA), an dessen Fersen er auch aus dem Wasser stieg. Erst auf der Laufstrecke verlor Zipf den Olympia-Vierten von Rio dann aus den Augen. Nach 54:47 Minuten blieb die Uhr für den Deutschen stehen - damit war er 16 Sekunden langsamer als Murray und verbuchte den fünften Platz. Seine DTU-Teamkollegen Jannik Schaufler (Saarbrücken), Lars Pfeifer (Potsdam) und Marc Trautmann (Saarbrücken) landeten auf den Rängen 17, 22 und 24.

Auch das DTU-Damen-Duo zog sich in Holten respektabel aus der Affäre. Sophia Saller und Anabel Knoll büßten im Wasser zwar einige Sekunden auf die schnellsten Schwimmerinnen ein, schafften auf der Radstrecke aber den Anschluss nach vorn. Im Gleichschritt absolvierten sie danach die finalen fünf Laufkilometer. Nach 1:02:31 Stunden landeten sie zeitgleich auf den Plätzen acht und neun. Der Sieg ging an die überlegene Niederländerin Rachel Klamer (1:01:24 Std.).

Neben den Eliterennen wurde in Holten auch ein Europacup für Junioren ausgetragen. Mit dabei: sieben Youngster der Deutschen Triathlon Union. Das beste Resultat holte der A-Jugendliche Nick Ziegler, als Elfter ins Ziel lief. Wichtige Erfahrung auf internationaler Bühne sammelten auch David Breinlinger (20.), Scott McClymont (22.), Chris Ziemer (26.), Wilhelm Hirsch (29.) und Jakob Breinlinger (31.). Paul Weindl musste das Rennen vorzeitig beenden.

Beim ETU Europacup in Altafulla (ESP) reichte es für die DTU-Athleten nicht zu einer Top-Ten-Platzierung. Dabei bestimmten Lasse Priester, und Jonas Breinlinger das Renngeschehen lange mit. Auf der Laufstrecke erwischten beide aber nicht ihren besten Tag. Priester wurde am Ende 16., Breinlinger kam auf Platz 24. Dazwischen - auf Rang 22 - schob sich Frederik Henes. Einen Achtungserfolg feierte an gleicher Stelle Paratriathlet Antonio Müller in der Startklasse PTWC (Rollstuhlfahrer). Der in Spanien lebende Deutsche wurde auf der Sprint-Distanz nach einer Wettkampfzeit von 1:08:46 Stunden überraschend Dritter.

Ironman Austria, Klagenfurt (AUT), 2. Juli

Jan Frodeno hat beim Ironman Austria seinen fünften großen Sieg über die Triathlon-Lang-Distanz binnen zwei Jahren eingefahren. In Klagenfurt war er in allen drei Disziplinen der schnellste und gewann letztlich nach 7:57:20 Stunden (46:29 Min. - 4:19:45 Std. - 2:46:10 Std.) zum ersten Mal am Wörthersee. Eneko Llanos (ESP) wurde mit mehr als 15 Minuten Rückstand Zweiter. Den Sieg bei den Damen sicherte sich Eva Wutti (AUT, 9:06:25 Std.) zum zweiten Mal nach 2015. Beste Deutsche war Beate Zschorlich (9:58:53 Std.) auf Rang zehn.

Ironman 70.3 Edinburgh (SCO), 2. Juli

Andreas Raelert hat sich beim Ironman 70.3 im schottischen Edinburgh im Kampf um einen Startplatz beim Ironman Hawaii 2017 zurückgemeldet. Nach dem missglückten Saisonstart beim Ironman Brazil sicherte sich der Rostocker in Schottland etwas überraschend den Sieg und wahrte damit seine Chancen auf das Kona-Ticket. In 3:55:21 Stunden blieb der 40-Jährige als einziger Profi unter der 4-Stundenmarke und verwies den Italiener Alessandro Degasperi und Yvan Jarrige aus Frankreich auf die Plätze zwei und drei.

Die hier vorgestellten internationalen Events und genannten Athleten stellen nur eine Auswahl dar. Diese Berichterstattung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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