Triathlondeutschland war unterwegs - Lanzarote, Barcelona, St. Pölten, Larache

23.05.2017 10:38 von Jan Sägert

Licht und Schatten erlebte Triathlondeutschland am vergangenen Rennwochenende. Beim Ironman Lanzarote stiegen Malte Bruns und Konstantin Bachor vorzeitig aus, Natascha Schmitt verzichtete sogar ganz auf den Start, nachdem ihr Zeitfahrrad auf dem Weg von Frankfurt nach Lanzarote beschädigt wurde und nicht wieder repariert werden konnte. In Barcelona und St. Pölten glänzten die deutschen Lang-Distanzprofis dagegen wie schon im Vorjahr. Jonas Breinlinger verfehlte beim African Cup in Larache (Marokko) dagegen sein Ziel.

ATU African Cup Larache, Marokko, 20. Mai

Trotz starker Schwimmleistung verpasste Jonas Breinlinger (Saarbrücken) bei seinem zweiten Nordafrika-Start in dieser Saison einen Platz unter den besten Zehn. An der Spitze des Feldes war der 22-Jährige zum ersten Wechsel gekommen. Die Entscheidung fiel erwartungsgemäß erst beim Laufen. Hier konnte Breinlinger nicht mit den Besten mithalten. Seine Laufzeit von 16:10 Minuten reichte am Ende nur zum 15. Platz. Damit verpasste der einzige DTU-Starter vorerst auch die Chance auf einen Einsatz im ITU Triathlon-Weltcup. Dafür wäre mindestens der sechste Platz nötig gewesen, den Breinlinger um etwa eine Minute verfehlte. Den Sieg in Larache holte der Franzose Maxime Hueber-Moosbrugger.

Ironman 70.3 Barcelona, Spanien, 21. Mai

Seinen dritten Saisonerfolg feierte Ironman-Weltmeister Jan Frodeno in seiner spanischen Wahlheimat. Dabei musste der 35-Jährige deutlich mehr arbeiten als bei seinen Erfolgen auf Sardinien und in Taiwan. Beim Schwimmen und auf dem Rad setzten ihn seine Konkurrenten erstmals in diesem Jahr ernsthaft unter Druck. Insbesondere Bertrand Billard (FRA) suchte die Flucht nach vorn und brachte etwa vier Minuten Vorsprung mit zum zweiten Wechsel. Doch schon bei Halbzeit des Halbmarathons stellte Frodeno die Hackordnung wieder her und lief letztlich souverän zu seinem dritten Saisonsieg. Sein Trainingspartner Nick Kastelein (AUS) wurde Zweiter.

Ironman 70.3 St. Pölten, Österreich, 21. Mai

Einen doppelten Hattrick gelang Triathlondeutschland in der Landeshauptstadt von Niederösterreich. Wie schon 2015 und 2016 gingen die Siege bei den Damen und Herren an deutsche Triathlonprofis. Bei Regen und teils stürmischem Wind setzte sich Laura Philipp (Schwäbisch-Gmünd) eine Woche nach dem Sieg auf Mallorca auch in Österreich durch. Im Ziel hatte Philipp (4:23:31 Stunden) fast zehn Minuten Vorsprung auf die Niederländerin Yvonne Van Vlerken. Gleich drei Deutsche - allesamt in Freiburg zu Hause - standen nach dem Rennen der Herren auf dem Podium. Nils Frommhold gewann nach 3:56:47 Stunden vor Titelverteidiger Andreas Böcherer (3:59:04 Std.) und Maurice Clavel (4:00:04 Std.).

Die hier vorgestellten internationalen Events und genannten Athleten stellen nur eine Auswahl dar. Diese Berichterstattung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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