DTU-Präsident Engelhardt fordert Gesamtkonzeption „Sport für die Gesellschaft“

07.11.2017 14:51 von Jan Sägert

Im Rahmen des Verbandsrats der Deutschen Triathlon Union (DTU) am vergangenen Samstag (4. November) hat der Präsident der DTU, Prof. Dr. Martin Engelhardt, eine Gesamtkonzeption „Sport für die Gesellschaft“ gefordert.

„Es werden 30 Prozent mehr Medaillen gefordert, aber dabei wird verkannt, dass Deutschland längst keine Sportnation mehr ist. Wenn wir uns in den Städten umsehen, dann sehen wir kaum noch Menschen, die Sport treiben. Die Jugendlichen erleben keine sportliche Sozialisation mehr“, stellte Engelhardt in seiner Rede fest.

"Der Sport überwindet soziale Schranken"

Daher sei es angeraten, mehr Geld in den Sport insgesamt zu investieren, und  die gesellschaftliche Bedeutung des Sports wieder stärker hervorzuheben. Gerade bei der Integration und der Überwindung sozialer Schranken spiele der Sport eine enorm wichtige Rolle, so Engelhardt.

In seinem Bericht vor den Delegierten der 16 Landesverbände verwies Engelhardt zugleich auf die Lichtblicke im Leistungssport, auch wenn die ganz großen Erfolge 2017 ausgeblieben seien: Laura Lindemanns EM-Titel und der dritte Platz beim ITU World Triathlon in Hamburg, sowie Justus Nieschlags erster Weltcup-Sieg und sein hervorragender fünfter Rang beim ITU World Triathlon in Stockholm. Auch die Erfolge auf der Lang-Distanz, allen voran der Sieg von Patrick Lange beim Ironman Hawaii, seien eine Langzeitfolge der Förderung durch die Deutsche Triathlon Union.

Triathlonsport entwickelt sich weiter positiv

Neben Engelhardt legten auch die anderen Mitglieder des DTU-Präsidiums den Delegierten der 16 Landesverbände ihre Bilanz 2017 und ihre Pläne für das nächste Jahr vor. Insgesamt entwickelt sich der Triathlonsport in Deutschland weiter positiv, die DTU ist einer der deutschen Spitzensportverbände mit dem stärksten Mitgliederzuwachs.

Rainer Jung, seit Mai 2017 kommissarisch mit dem Posten des Vizepräsidenten Kampfrichter- und Veranstaltungswesen betraut, wurde vom Verbandsrat in seinem Amt bestätigt. Ebenso stimmten die Delegierten für die Ernennung von Dr. Bela Varga in die Technische Kommission (TK) der DTU.

Zudem stimmte der Verbandsrat einstimmig für die Entlastung des Präsidiums und für den vorgelegten Haushaltsentwurf 2018.

Der Verbandsrat ist das Beschlussorgan der DTU, das in den Jahren zwischen den Verbandstagen zusammenkommt. Er setzt sich aus den Präsidenten der 16 Landesverbände und je einem weiteren Vertreter, sowie den stimmberechtigten Mitgliedern des Präsidiums des Dachverbands zusammen.

Der nächste ordentliche Verbandstag der DTU findet am 3. November 2018 in Nürnberg statt. Dort stehen auch die nächsten Wahlen des Präsidiums an.

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