Bildungs-Bilanz 2018: Dennis Sandig im Interview

08.12.2018 09:30 von Jan Sägert

Qualifizierte und gut ausbildete Trainerinnen und Trainer sind das Fundament, um den Sport in Deutschland weiter nach vorn zu bringen. Erst recht im Triathlon, einer auch für Trainer anspruchsvollen Sportart. Deshalb liegt der Fokus bei der DTU auf einem umfangreichen und qualitativ hochwertigen Aus- und Fortbildungsprogramm für Coaches im Triathlon. Dennis Sandig, DTU-Referent für Aus- und Fortbildung, mit einer Saisonbilanz 2018 und einem Ausblick auf die Aufgaben und Herausforderungen der nächsten Jahre.

Interview

Dennis Sandig, wie sieht Deine Bilanz der Saison 2018 aus - was waren die Highlights im Bereich Aus- und Fortbildung?

Zum einen haben wir es 2018 geschafft, zusätzliche Angebote für Trainerinnen und Trainer auf die Beine zu stellen. Die ersten Trainertage Langdistanz im Rahmen der Triathlon Convention Europe (TCE) waren ein großer Erfolg und werden auch in Zukunft ein wichtiges Fortbildungsangebot fürs Frühjahr sein. Auch mit dem Leistungssporttag im Herbst war ich sehr zufrieden. Mit diesen beiden Schwergewichten haben wir zwei Mal im Jahr die Möglichkeit, Fortbildungen in einem etwas größeren Rahmen anzubieten. Gefreut hat mich auch, dass es uns 2018 gelungen ist, die Fortbildungsreihe 4x4 im Seminar-Workshop-Format zu etablieren, in dem wir über das Jahr hinweg ein vielfältiges Angebot zu verschiedenen Themen gemacht haben. Damit starten wir 2019 in Hamburg auch in die neue Saison.

Wohin geht die Reise - was soll in den nächsten Jahren angepackt werden?

Eins meiner wichtigsten Ziele ist, dass wir uns auch im Bereich Aus- und Fortbildung weiter eng mit unseren 16 Landesverbänden abstimmen. Dazu peilen wir an, die Leistungssportausbildung stringent von der ersten bis zur höchsten Lizenzstufe inhaltlich zu aktualisieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir die Wertigkeit unserer Trainerausbildung noch besser nach außen präsentieren möchten. Das haben wir in 2018 schon auf den Weg gebracht. Alle Trainerinnen und Trainer, die eine Lizenz erworben haben, sollen ab 2019 anhand eines entsprechenden Logos zeigen können, dass sie eine inhaltlich hochwertige und qualifizierte Ausbildung bei der DTU absolviert haben.

Wie bewerten die Teilnehmer bzw. angehenden Trainerinnen und Trainer die Ausbildungen der DTU?

Die Rückmeldungen, die ich erhalten habe, waren durchgängig positiv. Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückschaue, freue ich mich darüber, dass aus unserer Ausbildung viele sehr gute und erfolgreiche Trainerinnen und Trainer hervorgegangen sind. Und zwar sowohl im Bereich Langdistanz als auch beim Leistungssport. Mario Schmidt-Wendling, einer unserer Absolventen von 2017, ist mittlerweile Chefcoach der DTU Para Triathleten. 2018 haben erfolgreiche ehemalige Athleten an unseren Ausbildungen teilgenommen. Auch von denen habe ich Rückmeldungen bekommen, dass ihnen die Kurse geholfen haben, nicht nur aufgrund der Inhalte, sondern insbesondere auch durch den Austausch mit anderen angehenden Trainern. Unsere Ausbildungen sind auch eine gute Chance, sich ein kleines Netzwerk in diesem Bereich aufzubauen. Letztlich profitieren alle davon, Referenten und Trainer.

Letzte Frage für die Freunde der Statistik: Wie viele Trainerlizenzen hat die DTU in der Saison 2018 ausgestellt?

Insgesamt haben wir in diesem Jahr 39 Trainer B ausgebildet und die entsprechenden Lizenzen ausgestellt. 19 davon mit dem Schwerpunkt Langdistanz, die 20 anderen mit dem Schwerpunkt Leistungssport. Im kommenden Jahr werden wir keine Trainer B ausbilden. Wir wollen 2019 nach drei Jahren Trainer-B-Ausbildung wieder an die Spitze gehen und stellen die Ausbildungen zum Trainer A in den Vordergrund. Dafür planen wir ein hochwertiges Angebot. Wahrscheinlich neben dem IAT erstmals in Kooperation mit der Trainerakademie, sodass wir im Verbund Forschung, Bildung, Leistungssport ein gutes Paket zusammenstellen können.


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