Tom Kosmehl neuer Trainer am Bundesstützpunkt Triathlon Potsdam

25.01.2018 12:22 von Jan Sägert

Als DTU-Bundestrainer Paratriathlon hat Tom Kosmehl in den vergangenen dreieinhalb Jahren Geschichte geschrieben. 2016 führte er Martin Schulz nach einer schwierigen Vorbereitung bei der Paratriathlon-Premiere in Rio zur Paralympics-Goldmedaille. Dazu kamen zahlreiche weitere internationale Erfolge. Nun wechselt der Potsdamer als Trainer an den Bundesstützpunkt Triathlon im Luftschiffhafen und betreut dort ab 1. Februar u.a. eine kleine Trainingsgruppe talentierter Triathletinnen und Triathleten. Wir haben mit dem 38-Jährigen über die schönsten Momente mit den Paratriathleten und seine neue Herausforderung gesprochen.

Tom, mit welchen Gefühlen verlässt Du Deinen Posten bei den Paratriathleten?

Auf jeden Fall mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil ich mich auf die bevorstehenden Aufgaben freue und als Bundestrainer Paratriathlon einiges erreicht habe, auf das ich stolz bin. Als ich den Job 2014 übernommen habe, hat jemand zu mir gesagt, dass das alles ein Selbstläufer wäre und Martin ganz locker Paralympics-Sieger werden würde. Er hat es schlussendlich geschafft – aber ganz so locker war es wirklich nicht. Weinend, weil Martin, Stefan und all die anderen Paratriathleten immer sehr dankbar waren und sind. Die Jungs und Mädels haben ein besonderes Schicksal, trotzdem stehen sie mitten im Leben und der Sport gibt ihnen den Rückhalt, den sie brauchen.

Welche Aufgaben erwarten Dich ab 1. Februar am Bundesstützpunkt Triathlon in Potsdam?

Ich komme sozusagen zurück an die Basis. Es geht in meinem neuen Job vor allem um das tagtägliche Training. Als Cheftrainer im Paratriathlon hatte ich die Sportler meist nur zu den Lehrgängen zusammen. Jetzt sind es täglich zwei bis drei Trainingseinheiten. Nach meiner Einarbeitung bekomme ich eine Trainingsgruppe mit fünf bis acht Athleten aus dem neuen Nachwuchskader II, vielen noch als C- bzw. D/C-Kader geläufig. Eine meiner Aufgaben wird dann sein, die jungen Sportler mit Hilfe der beiden Landesstützpunkttrainer auf internationale Wettkämpfe vorzubereiten.

Dazu kommen sicher einige organisatorische Aufgaben?

Ja. Ich werde zusätzlich viele koordinative Prozesse am Standort begleiten. Dazu gehören zum Beispiel die Sportstättenplanung oder auch die Organisation von Trainingslagern und Wettkampfreisen. Ich habe 1999 selbst an der Sportschule Potsdam mein Abitur gemacht, bin hier verwurzelt und kenne die Strukturen, zum Beispiel des Verbundsystems Leistungssport, sehr gut. Deshalb werde ich auch regelmäßig bei den Sitzungen mit den Verantwortlichen der Schule und des Internats dabei sein, wo meine Athleten lernen und wohnen. 

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