Was macht eigentlich...? Holger Lorenz

25.01.2018 09:14 von Jan Sägert

Mitte der 1980er Jahre, als Sebastian Kienle irgendwo im Kraichgau gerade laufen lernte, entdeckte Holger Lorenz, im heutigen Triathlon-Mekka in Baden-Württemberg den Triathlon für sich. Später gehört er ein Jahrzehnt zu den besten Triathleten Deutschlands - in einer goldenen Generation u.a. mit Thomas Hellriegel, Roland Knoll oder Ralf Eggert. Seine größten Erfolge feierte der jetzt 48-jährige gelernte Werkzeugmacher in den 1990er Jahren auf der Langdistanz. Folge 10 unserer Serie „Was macht eigentlich…?“.

Holger, wie lange warst Du als Triathlet aktiv und wann hast Du Deine Karriere beendet (vielleicht auch kurz warum)?

Ich bin als 16-Jähriger vom Schwimmen zum Triathlon gekommen und bis heute mit dem Virus infiziert. Professionell Leistungssport habe ich bis zum Jahr 2000 betrieben. Danach stand erst mal die Familie im Vordergrund.  

Was waren Deine größten Erfolge und an welches Rennen erinnerst Du Dich heute noch besonders gern?

Meine größten Erfolge waren die beiden Top-Ten-Platzierungen auf Hawaii (Anm. d. Red.: 1993 und 1997 wurde er jeweils Achter) und der Sieg beim Ironman Australien 1995. Ein echtes Highlight war meine erste Langdistanz in Podersdorf 1991 und die Premiere beim Ironman auf Hawaii 1993, als ich nach einer Wette mit meinen damaligen Kurzdistanz-Nationalmannschafts-Kollegen, das Rennen am Rad-Wendepunkt in Hawi anführte. Das Kultrennen ist der Grund, warum ich Triathlon mache.

Wo und wie lebst Du aktuell und was machst Du mittlerweile beruflich?

Ich wohne mit meiner Frau und unseren zwei Söhnen im Triathlon-Mekka Kraichgau, genauer gesagt in Bruchsal, und bin bei der Firma Neff in Bretten im Werkzeugbau tätig. Ich fahre bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit. Traditionell trage ich hier immer noch die leuchtend gelben Hansgrohe-Klamotten und bei den Füchsen auf der Strecke bin ich bestens bekannt.

Wie oft bist Du noch sportlich aktiv - und in welchen Sportarten? 

Triathlon bestimmt nach wie vor mein Leben, Ich mache täglich Sport : Schwimmen, Radfahren und Laufen, weil ich nix anderes kann. Ab und zu versuche ich mich im Skifahren. Ich trainiere hauptsächlich mit meinen Kumpels vom Team Dietrich, mit denen ich auch regelmässig an Wettkämpfen teilnehme, z.B. Cape Epic, Trondheim-Oslo, New York Marathon, und verschiedenen Triathlon-Rennen. Flotte Einheiten mache ich mit meinen Jungs, hier geht es jedes Mal ans Eingemachte und oft ziehe ich den Kürzeren. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr steht mir noch bevor. 25 Jahre nach meinem ersten Hawaii-Start, geht es im Oktober noch einmal zum Ironman Hawaii nach Kailua-Kona.


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