Para Triathlon: Nora Hansel beendet ihre Karriere

06.07.2018 11:30 von Eva Werthmann

Nora Hansel (Bochum), eine der am längsten aktiven deutschen Para Triathletinnen, hat am Dienstag (3. Juli) ihren Rückzug aus dem Leistungssport erklärt. Die 32-Jährige kämpfte in den vergangenen zwei Jahren immer wieder mit Verletzungen. Zuletzt brach sie sich beim ITU Para Triathlon World Cup in Eton Dorney im Juni den linken Arm und musste danach u.a. ihren Start bei der Para Triathlon EM in Tartu (EST) absagen.

„Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Nach dem Bandscheibenvorfall im letzten Jahr habe ich mich wieder rangekämpft. Dafür mussten meine Freunde, meine Partnerin und meine Familie viel zurückstellen“, so Nora Hansel auf ihrer Facebookseite. „Für ein erneutes Comeback fehlt es mir an Zuversicht für eine Teilnahme an den Spielen in Tokio. Dies liegt auch an der geringen Teilnehmerzahl in meiner Startklasse. Häufig allein, zu zweit oder zu dritt zu starten, ist nicht mein Anspruch“, schreibt Hansel weiter.

Nora Hansel war in ihrer Jugend als Langläuferin und Biathletin aktiv. Nach der Entfernung eines Hirntumors 2003, der u.a. zu einer Halbseitenlähmung und Gleichgewichtsstörung führte, kehrte Hansel nach acht Jahren Rehabilitation 2011 in den Leistungssport zurück und startete zunächst im Para Radsport. 2013 wechselte sie zum Para Triathlon.

2014 gewann Hansel sowohl den Welt- als auch den Europameistertitel in ihrer Startklasse (PT2). Nach einer Re-Klassifizierung 2015 startete sie in der Klasse PTS3, in der sie 2015 und 2016 ebenfalls Europameisterin wurde. Der Start bei den Paralympics in Rio blieb ihr verwehrt, da ihre Startklasse dort nicht berücksichtigt wurde.

Die DTU möchte Nora für Ihre Verdienste für den Para Triathlon danken und wünscht ihr alles Gute für die Zukunft.

 

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