Lasse Lührs: "Die Atmosphäre in Hamburg ist einzigartig"

27.06.2018 13:59 von Jan Sägert

Das Junioren-EM-Gold von Genf ist der bisher größte Erfolg von Lasse Lührs. 2015 überraschte er damit in der Schweiz sich und seine Konkurrenten. Als einer von sechs DTU-Athleten darf der gebürtige Niedersachse am 14. Juli wieder beim WTS-Rennen im Hexenkessel von Hamburg ran. Bei seinem dritten Start an der Alster will Lührs die tolle Stimmung zum ersten Mal auf den vorderen Plätzen erleben. Wir haben zweieinhalb Wochen vor dem stimmungsvollen Heimspiel mit dem 22-jährigen Studenten gesprochen. Unser Team für Hamburg 2018 - Teil 1...

Lasse, dritter Start in Hamburg nach 2016 und 2017… mit welchen Erwartungen und Zielen gehst Du in das Rennen am 14. Juli?
Bisher ist mir in Hamburg noch kein Rennen gelungen, mit dem ich 100-prozentig zufrieden war. Mein Ziel ist es deshalb, ein richtig gutes Rennen zu machen und die tolle Stimmung in Hamburg mal auf einem der vorderen Plätzen zu erleben. 

Nach Deinem Sieg in Hammamet und dem starken Weltcup in Astana gab es in Antwerpen einen kleinen Rückschlag. Wie bewertest Du Deine Saison bis hierhin? Wie hast Du das Rennen in Belgien weggesteckt?
Mittlerweile kann ich ganz gut mit solchen Rückschlägen umgehen. Das gehört dazu. Ich habe viel in Antwerpen gelernt und bin mir sicher, dass es beim nächsten Rennen wieder besser laufen wird.

In Hamburg stehen für Dich bisher die Plätze 31 und 47 zu Buche. Was hast Du in diesen Rennen gelernt bzw. welche Erfahrungen konntest Du 2016 und 2017 sammeln, die Du in diesem Jahr in die Waagschale werfen kannst?
In Hamburg habe ich in den vergangenen beiden Jahren sehr viel gelernt, allein schon, weil es seit vielen Jahren eins der Rennen mit dem höchsten Niveau im Kurzdistanz-Triathlon ist. Besonders als junger Athlet nimmt man aus einem Rennen, in dem man gegen die besten der Welt antritt, sehr viel wertvolle Erfahrungen mit. Ich kenne die Wettkampfstrecken mittlerweile sehr gut. Schwimmen im Tunnel, dann ein technisch anspruchsvoller Radkurs. Der Kurs ist wirklich nicht einfach. Ihn gut zu kennen und zu wissen, was einen erwartet, ist durchaus von Vorteil.

Wie gestaltest Du gemeinsam mit Deinem Trainer die letzten drei Wochen vor dem Rennen? Welche Schwerpunkte setzt ihr im Training noch?
In den letzten drei Wochen haben wir keine großen Schwerpunkte mehr geplant. Aktuell bereite ich mich auf die Deutsche Meisterschaft am kommenden Sonntag in Düsseldorf vor. Danach sind es noch zwei Wochen bis Hamburg, in denen trainingstechnisch nichts Außergewöhnliches mehr passieren wird. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Training in so einer Zwischen-Wettkampfphase ziemlich standardisiert abläuft. 

Hamburg wird immer wieder als das WTS-Rennen mit der eindrucksvollsten Atmosphäre beschrieben. Wie gehst Du während des Wettkampfs damit um? Beflügeln Dich die Stimmung und der Lärm an der Strecke oder lenkt Dich das hin und wieder sogar ab?
Die Atmosphäre in Hamburg ist wirklich einzigartig, vor allem für uns deutsche Athleten. Ich persönlich finde das großartig und freue mich sehr, wieder in Hamburg dabei sein zu dürfen.

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