Weltcup in Besançon: DTU Para Triathleten angriffslustig

14.06.2018 09:49 von Jan Sägert

Die Paratriathleten der Deutschen Triathlon Union (DTU) fiebern ihrem nächsten Saison-Highlight entgegen. Schon am kommenden Wochenende reisen sie zum Para Triathlon Weltcup ins französische Besançon. Nach der verletzungsbedingten Absage von Nora Hansel (Bochum, PTS 3) geht das Team um den Leipziger Martin Schulz (PTS 5) in der Bourgogne mit fünf Sportlern auf die Jagd nach wichtigen Punkten für die internationalen Rankings. Neben Paralympics-Champion Schulz treten Maike Hausberger und Max Gelhaar (beide PTS 3), Stefan Lösler (PTS 2) sowie Lena Dieter (PTVI) in ihren Startklassen gegen internationale Konkurrenz an. Dieter muss am Sonntag in Frankreich ohne ihren langjährigen Guide Lena Kämmerer auskommen. Dafür ist Marianna Hess kurzfristig eingesprungen, um der sehbehinderten Viernheimerin den Start zu ermöglichen. 

Die Stimmen der DTU Para Triathleten vor dem Rennen in Besançon 

Martin Schulz (Start: 11:30 Uhr) | "Nachdem ich im Frühjahr mehr als fünf Wochen wegen Problemen im linken Sprunggelenk weder Rad fahren noch Laufen konnte, bin ich froh, dass ich in den vergangenen vier Wochen endlich wieder richtig trainieren konnte. Der Sieg beim Weltcup in Eton Dorney Ende Mai hat mir natürlich Selbstvertrauen gegeben. Dass ich dort ohne echte Vorbereitung, nach gerade mal zwei Wochen Training, gewinnen konnte, hat mir gezeigt, dass ich im Winter sehr gut gearbeitet habe. Das zahlt sich jetzt aus. Ich hoffe, dass ich in den letzten Wochen nochmal eine Schippe drauf legen konnte. Mein Ziel für Besançon ist klar: Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung für mich. Nachdem ich den letzten Weltcup wegen fehlender Wettkampfpraxis und fehlendem Training eher verhalten und taktisch gestaltet habe, will ich dieses Mal voll in die Offensive gehen. Leider habe ich von der ITU nach Yokohama auch für das nächste Rennen der World Para Triathlon Series in Iseo keine Einladung erhalten. Deshalb möchte ich in Besançon zeigen, dass 2018 wieder mit mir zu rechnen ist."

Lena Dieter (Start: 11:33 Uhr) | "Grundsätzlich freue ich mich schon sehr auf den Wettkampf, weil ich schon zum dritten Mal dort starten darf und es jedes Mal sehr schön war und das Event gut organisiert wurde. Ich werde am Wochenende zum ersten Mal von einem anderen Guide begleitet. Den aktuellen Leistungsstand meiner Mitstreiterinnen kenne ich leider auch nicht. Deshalb möchte ich keine konkrete Prognose über meine Chancen liefern. Wenn alle Athletinnen und Athleten heil im Ziel ankommen und Spaß am Rennen hatten, bin ich zufrieden."

Stefan Lösler (Start: 11:40 Uhr) | "Besançon ist für mich das erste Rennen in der Saison. Ich freue mich darauf. Es ist eine erste Standortbestimmung für mich und ich werde natürlich versuchen, meinen Sieg aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen, wenngleich mir bewusst ist, dass die Konkurrenz im Winter nicht geschlafen hat. Aber auch ich fühle mich fit."

Max Gelhaar (Start: 11:40 Uhr) | "Ich hoffe, dass ich die Fehler vom Weltcup in Eton Dorney nicht noch einmal machen werde. Wenn das klappt, denke ich, dass ich das Rennen für mich entscheiden und wichtige Punkte sammeln kann. Schwimmerisch bin ich sehr gut drauf. Perfekt wäre natürlich wenn ich mit einem soliden Vorsprung auf die Radstrecke gehen kann."

Maike Hausberger (Start: 11:41 Uhr) | "Nach einer längeren Verletzungspause bin ich selbst gespannt, was ich schon wieder drauf habe und leisten kann. Leider habe ich meine volle Leistungsfähigkeit noch nicht wieder erreicht und mein Respekt vor dem ersten Saisonrennen ist sehr groß. Trotzdem werde ich am Wochenende mein Bestes geben." 

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