Workshop-Serie für Frauen geht ins 5. Jahr

06.03.2018 09:49 von Eva Werthmann

Ulla Chwalisz während eines Workshops

Seit 2014 veranstaltet Ulla Chwalisz, Vizepräsidentin Breitensport im Hessischen Triathlon Verband, Wochenend- und Tages-Workshops. Zielgruppe sind Frauen, die sich darüber schlau machen wollen, was es neben dem Sportartspezifischen noch über den Triathlon zu wissen gibt. Wir sprechen mit Ulla und wollen hören, ob sich das Konzept bis heute, da es ins 5. Jahr geht, bewährt hat.

Deine Workshops, die sich speziell an Frauen richten, sind aus dem hessischen und auch dem DTU-Kalender nicht mehr wegzudenken. Was war der Auslöser für dieses Konzept?

Wie so oft führt die eigene Erfahrung und Fragen, auf die man Antworten sucht, zum ersten Schritt. Wenn man als Neuling mit Triathlon beginnen möchte, nimmt das sportliche Training reichlich Zeit in Anspruch. Womit man sich nur wenig befasst, ist das theoretische und praktische Drumherum. So habe ich es als Breitensportlerin erlebt.

Woran hast Du besonders gemerkt, dass Knowhow fehlt?

Während ich mir mit der vorhandenen Literatur noch gut in Trainingsfragen helfen konnte, merkte ich bei Events schnell, dass ich gerne früher gewusst hätte, was mich erwartet. Und genau dieses Knowhow, das Sicherheit gibt, wenn es um die Auswahl von Material und Event geht, wird nun in den Workshops vermittelt.

Wie gehst Du dabei vor, was sind die Schwerpunkte, denn alles kann man ja nicht in zwei Tagen unterbringen.

In den zwei Tagen geht es vor allem darum, das zu üben, was im Training zu kurz kommt. Beispielsweise lesen wir Ausschreibungen im Detail und erklären daran die Rennformate und das Regelwerk. Wir schauen auf die Streckenpläne und erläutern besondere Begrifflichkeiten zur Topographie. Nach dem Wochenende sind die Teilnehmerinnen in der Lage, selbst einzuschätzen, ob sie das zu ihren Zielen passende Material haben.

Die Workshops leitest Du nicht alleine, sondern im Team mit zwei erfahrenen Trainern und Kursleitern. Was macht das Besondere an Euch aus?

Woran uns vor allem liegt, ist den Wissensdurst der erwachsenen Einsteiger zu stillen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern. Der Mut und der Elan, mit dem sich die Teilnehmerinnen ihrer neuen Sportart zuwenden, begeistert uns jedes Mal wieder. Jede kommt mit einer ganz besonderen Vorgeschichte, die manchmal sportlicher Art ist, manchmal auch nicht. Und egal wo der Startpunkt ist – Brustschwimmen oder Kraul, Rennrad oder Hollandrad – völlig wurscht! – sie wollen es versuchen, oder zumindest verstehen, ob es klappen könnte.

Hast Du nach mittlerweile vier Workshop-Zyklen noch Kontakt zu ein paar der Teilnehmerinnen?

Viele der Teilnehmerinnen verabreden sich zu Events, wo ich sie dann auch wiedersehe. Ich freue mich ganz besonders, wenn ich merke wie selbstbewusst sie mit ihrem neuen Sport umgehen.

Denkst Du über Neuerungen im Konzept nach und worin könnten die bestehen?

Wir werten unsere eigenen Erfahrungen und Beobachtungen aus, die wir als Athleten im Training und bei Events, als Kampfrichter, Dopingkontrolleure und Trainer machen. Neuerungen ergeben sich somit aus der Praxis, denn alles was den Einstieg erleichtern könnte, fließt in die Unterlagen ein – aber wir geben natürlich auch die Pannen, die wir selbst erleben zum Besten. Zudem arbeiten wir immer sowohl nach jedem Workshop wie auch direkt davor intensiv an den Themen und Inhalten. Seit drei Jahren können die Workshops zudem von ein bis zwei Trainerinnen zur Verlängerung der Lizenz genutzt werden. Auch das hält den Anspruch an uns permanent hoch.

Am 28./29. April veranstaltet Ulla den nächsten Grundlagen-Workshop in der Stadthalle in Langen. Mehr Informationen gibt es auf der Website des Hessischen Triathlon-Verbands.

Auch andere Landesverbände bieten Workshops für Frauen an, mehr Informationen dazu gibt es auf folgender Website: https://www.dtu-info.de/frauen.html

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