Martin Epkenhans: "Das Gesamtpaket stimmt einfach"

04.05.2018 10:40 von Jan Sägert

Martin Epkenhans aus Münster ist einer von 19 Age Groupern, die morgen im Trikot der DTU-Altersklassen-Nationalmannschaft bei der Duathlon-EM im dänischen Vejle an den Start gehen. Weit mehr als 100 Triathlons hat der 61-jährige in den Armen und Beinen, zwölf davon waren Welt- oder Europameisterschaften. Epkenhans ist Mathematiker, hält ehrenamtlich die Finanzen von TriFinish Münster beisammen und ist zudem einer der wichtigsten Köpfe im Orga-Team des Sparda Münster City Triathlons. Wir haben vor seiner Abreise nach Vejle mit dem Triathlon verrückten Westfalen gesprochen.

Martin, erinnerst Du Dich an Deinen ersten Start für die DTU-Altersklassen-Nationalmannschaft – wann und wo war das – und was ist Dir von dem Wettkampf am meisten in Erinnerung geblieben?

Klar. 2010 bin ich in Immenstadt zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft als Age Grouper gestartet. Es ging über die Langdistanz und wir mussten vier Kilometer schwimmen, 130 Kilometer Radfahren und zum Schluss noch 30 Kilometer laufen. Die harte Radstrecke durchs Allgäu und die Hitze im August führten dazu, dass ich beim Laufen ziemlich eingebrochen bin und mich am Ende des Feldes ins Ziel gekämpft habe.

Warum bist Du dabei geblieben? 

Ich war mit meinem Ergebnis im Immenstadt nicht zufrieden, deshalb habe ich mich mit einem Vereinskollegen zwei Jahre später wieder für die WM über die Langdistanz, dieses Mal im spanischen Vitoria, angemeldet. Dieser Wettkampf war nicht nur sportlich ein Erfolg für mich. Besonders genossen habe ich die tolle Atmosphäre mit einem begeisterten Publikum. Der Reiz an Welt- und Europameisterschaften war geboren.

Was ist für Dich das Besondere daran, bei Welt- oder Europameisterschaften für Deutschland zu starten?

Das Gesamtpaket stimmt einfach. Man ist einige Tage mit anderen Athleten zusammen, trifft sich beim Einmarsch der Nationen und der Pasta Party. Inzwischen kennt man auch viele andere deutsche Starter. Die Betreuung durch die DTU hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, so dass wir ein richtiges Team geworden sind. Weltmeisterschaften wie die in London oder Rotterdam haben ein ganz besonderes Flair. Hier läuft man auf dem gleichen Teppich durchs Ziel wie die Profis. Außerdem gibt es die Chance, als Zuschauer die Weltelite zu beobachten und zu erleben, wie Javier Gomez, Jonathan Brownlee und andere auf der Zielgeraden um den Sieg kämpfen.

Zum wievielten Mal gehst Du am Wochenende bei der EM in Vejle für das DTU-Team an den Start und was hast Du Dir persönlich vorgenommen?

In Vejle starte ich zum zwölften Mal für die DTU-Altersklassen-Nationalmannschaft - das vierte Mal bei einer Duathlon-EM. Es ist dieses Mal mein Saisoneinstieg. Ich bin zwar kein sonderlich schneller, dafür aber ein zäher und ausdauernder Athlet. Bei elf Sportlern, die in meiner Altersklasse gemeldet haben, würde ich schon gern jemanden hinter mir lassen.

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