Lasse Lührs im Interview: "Ich bin auf alles vorbereitet"

17.05.2018 10:31 von Jan Sägert

Fokussiert und zuversichtlich geht Lasse Lührs am Sonntag in Astana in sein erstes Weltcuprennen der Saison (Foto: DTU/ Jo Kleindl)

Mit seinem Sieg bei einem Continental Cup in Tunesien hat sich DTU-Perspektivkader Lasse Lührs vor knapp zwei Wochen doch noch das Weltcup-Ticket für die Saison 2018 gesichert. Gestern (16. Mai) feierte er in Astana seinen 22. Geburtstag. Wir haben zwei Tage vor der Weltcup-Premiere in Kasachstan mit dem Junioren-Europameister von 2015 über sein Leben in Spanien, das Rennen am Samstag und die Kampagne "Vereint gegen Doping" gesprochen, deren Botschafter er auch 2018 ist.

Lasse, seit dem achten Platz bei der EM in Düsseldorf Ende Juni 2017 schien sportlich ein bisschen der Wurm drin bei Dir. Was war los?

Ich glaube, dass ich in der Saisonvorbereitung einige Fehler gemacht habe, die ich im späteren Saisonverlauf zu spüren bekam. Ich habe 2017 schon sehr früh im Jahr sehr viel und intensiv trainiert. Deshalb war am Ende der Saison einfach die Luft raus. Dieses Jahr habe ich einiges an der Vorbereitung geändert und bin mir sicher, dass es besser laufen wird.

Wo lebst und trainierst Du aktuell und wie muss man sich eine normale (Trainings- bzw. Studien)-Woche bei Dir gerade vorstellen?

Aktuell wohne ich im spanischen Alicante wo ich auch zur Uni gehe. Ich bin hier in einer kleinen internationalen Trainingsgruppe. In einer „normalen“ Woche habe ich ungefähr zehn Stunden Vorlesung und trainiere zwischen 20 und 35 Stunden, dazu kommen ein paar Stunden pro Woche zum Lernen. Ich gehe das Studium etwas langsamer an, als die Regelstudienzeit vorsieht. Ich muss dazu allerdings sagen, dass es gerade jetzt, wo die Saison beginnt und ich viel in Trainingslagern und bei Wettkämpfen unterwegs bin, eigentlich kaum „normale“ Wochen gibt.

Den Continental Cup in Tunesien hast Du relativ souverän gewonnen. Was bedeutet dieser Sieg sportlich, aber auch mental für Dich?

Sportlich bedeutet das für mich, dass ich jetzt bei Weltcup-Rennen starten darf. Mental, dass ich sehr zuversichtlich auf die anstehenden Wettkämpfe blicke.

Am kommenden Samstag steht der Weltcup in Astana (Kasachstan) an. Mit welchen Erwartungen reist Du dorthin – was wäre für Dich ein schönes Geschenk zum 22. Geburtstag?

Die Wetterbedingungen hier in Astana sind etwas schwierig. Das Wasser ist so kalt, dass noch nicht sicher ist, ob es wie geplant ein Triathlon über die normale olympische Distanz wird, ob die Schwimmstrecke verkürzt wird oder ob es sogar ein Duathlon wird. So ist es natürlich schwierig konkrete Erwartungen zu formulieren. Sagen wir mal so:  Ich bin auf alles vorbereitet und bin mir sicher, dass es ein gutes Rennen wird

Du bist wie schon 2017 Botschafter der Kampagne „Vereint gegen Doping“. Warum ist Dir das wichtig?

Ich erhoffe mir davon ganz einfach Triathleten für mehr Fairness zu sensibilisieren. Außerdem möchte ich über das Thema Doping aufklären, weil ich glaube, dass im Triathlon noch zu wenig darüber bekannt ist. Durch die Zusammenarbeit der Deutschen Triathlon Union und Ironman hat die Kampagne eine große Reichweite und ich bin mir sicher, dass wir damit einiges erreichen werden.

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