WTS Yokohama: Licht und Schatten bei Nieschlag und Schomburg

12.05.2018 08:47 von Jan Sägert

Auch wenn es nur eine Momentaufnahme war: Jonas Schomburg und Justus Nieschlag (beide Saarbrücken) haben sich beim ITU World Triathlon im japanischen Yokohama in der Weltspitze gezeigt. Nach starkem Schwimmen und einem kniffligen 40-Kilometer-Radpart lief das DTU-Duo am Samstagmorgen MESZ (12. Mai) auf den Plätzen eins und vier aus der Wechselzone. Beim Laufen demonstrierte Weltmeister Mario Mola (ESP) dann einmal mehr seine Klasse und feierte erstmals in der Geschichte der World Triathlon Series den dritten Sieg in Serie an einem Ort. Nieschlag und Schomburg verloren schnell den Kontakt zu den Top 20 und liefen auf den Plätzen 26 und 42 ins Ziel. Jacob Birtwhistle und Molas Landsmann Fernando Alarza folgten dem 28-jährigen Mallorquiner bei seinem zwölften WTS-Sieg aufs Podium.

DTU-Duo überzeugt im Wasser und auf dem Rad

Wie Laura Lindemann wenige Stunden zuvor erwischten auch Schomburg und Nieschlag einen guten Auftakt. Nur etwas mehr als 17:30 Minuten benötigten die beiden gebürtigen Niedersachsen für die 1.500 Meter im Hafenbecken von Yokohama - nur zehn Sekunden mehr als die schnellsten Schwimmer des Tages. Ihren Platz in der Spitzengruppe hatten sie damit sicher. Gemeinsam mit mehr als 40 Konkurrenten jagte das Duo danach über den verwinkelten Kurs im Vergnügungspark Yamashita. "Ich habe versucht immer möglichst weit vorn zu fahren, was auf diesem technischen Kurs sehr wichtig war, um Stürzen aus dem Weg zu gehen", so Nieschlag über seine Taktik beim Radfahren. Beide DTU-Athleten blieben von Stürzen verschont. Kurz vor dem zweiten Wechsel sicherten sie sich zudem sehr gute Ausgangspositionen für den abschließenden 10-Kilometer-Lauf. Schomburg stürmte als Erster aus der Wechselzone, Nieschlag folgte weniger Meter dahinter als Vierter. 

Schomburg enttäuscht, Nieschlag auf dem richtigen Weg

Momentaufnahme: Jonas Schomburg geht in Yokohama als Erster auf die Laufstrecke (Foto: Daniel Grohmann)Wie schon auf den Bermudas schafften es im Finale weder Nieschlag noch Schomburg mit den schnellsten Läufern mitzuhalten. "Ich konnte beim Laufen heute nicht zeigen, was ich drauf habe", so Schomburg nach dem Rennen enttäuscht. Der 24-Jährige hatte nach 1:50:23 Stunden im Ziel mehr als fünf Minuten Rückstand auf Sieger Mola. Nieschlag überquerte die Ziellinie nach 1:47:51 Stunden und einem soliden Lauf als 26. der 48 gestarteten Athleten. "Das war nicht überragend, aber es geht in die richtige Richtung", so das Fazit des DTU Deutschen Meisters von 2016 und 2017.

Nächste Station der ITU World Triathlon Series 2018 ist das britische Leeds, wo es am 9./10. Juni um die nächsten Punkte für die Olympia-Qualifikation. Bereits am Donnerstag, 7. Juni findet in Nottingham (GBR) das erste Rennen der Accenture World Triathlon Mixed Relay Series statt. Auch dort geht es wichtige Zähler für die olympische Premiere im Mixed Relay in Tokio 2020, wo die Deutsche Triathlon Union ein starkes Quartett ins Rennen schicken will.

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