TriathlonD unterwegs - Lange siegt, Haug wird Dritte

15.10.2018 11:55 von Eva Werthmann

Die Ironman World Championships auf Hawaii bleiben fest in deutscher Hand: Patrick Lange hat am Samstag (13. Oktober) in Kona seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt und mit einer Zeit von 7:52:39 Stunden seinen eigenen Streckenrekord aus dem vergangenen Jahr unterboten. Der 32-Jährige war damit der erste Triathlet, der die 8-Stunden-Marke auf Hawaii knacken konnte. Bei den Frauen lief Anne Haug bei ihrem Hawaii-Debüt auf Rang 3 und musste sich nur der Schweizer Ausnahmetriathletin Daniela Ryf und Lucy Charles aus Großbritannien geschlagen geben.

​Lange knackt die 8-Stunden-Marke

Mit etwas weniger als drei Minuten Rückstand wechselte Patrick Lange auf die Radstrecke, wo er sich in einer 13-köpfigen Verfolgergruppe festsetzte.

Das Tempo auf der Radstrecke wurde wie erwartet von Cameron Wurf bestimmt, der seinen Streckenrekord aus dem vergangenen Jahr noch einmal um fast vier Minuten unterbot. Er wechselte mit einem Vorsprung von 2:10 Minuten auf Andrew Starykowicz und 6:30 Minuten auf die Verfolgergruppe um Patrick Lange und Andreas Dreitz zum Laufen. Wurf verteidigte seinen Vorsprung 16 Kilometer lang, musste dann aber den Titelverteidiger vorbeiziehen lassen, der mit der schnellsten Laufzeit (2:41:31) souverän zum Sieg lief. Hinter Lange kamen der Belgier Bart Aernouts und der Brite David McNamee auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Andreas Dreitz wurde bei seinem Hawaii-Debüt 13., Maurice Clavel 19.. Sebastian Kienle hatte gleich zu Beginn der Radstrecke einen Defekt und stieg schließlich mit Achillesproblemen zu Beginn des Marathons aus. Auch Marc Dülsen beendete sein Rennen nicht.

Haug mit schnellster Laufzeit

Bei den Frauen ging Daniela Ryf als Titelverteidigerin und große Favoritin ins Rennen. Doch die erste Disziplin lief für die Schweizerin nicht wie geplant: nachdem sie Bekanntschaft mit einer Feuerqualle gemacht hatte, kam sie mit über neun Minuten Rückstand auf die beste Schwimmerin im Feld, Lucy Charles, aus dem Wasser. Doch Ryf startete ihre Aufholjagd auf dem Rad, verringerte den Rückstand auf Charles Minute um Minute und überholte die Britin schließlich noch vor dem zweiten Wechsel. Beim abschließenden Marathon ließ Ryf nichts mehr anbrennen, sicherte sich den vierten Sieg in Folge und unterbot ihren eigenen Streckenrekord von 2016 um mehr als 20 Minuten. Anne Haug zeigte beim Schwimmen eine gute Leistung und wechselte als 12. auf die Radstrecke. Dort hielt sie sich zusammen mit Mareen Hufe in einer 13-köpfigen Verfolgergruppe auf, die jedoch weiter an Zeit auf die Führenden verlor. Doch dann schlug beim Marathon die Stunde der Bayreutherin. Mit 2:55:22 Stunden lieferte Haug die schnellste Laufzeit ab und lief so zu einem sensationellen 3. Platz bei ihrem Debüt. Mareen Huf kam als 13. ins Ziel, Katja Konschak wurde 32.

Zwei Altersklassen-Weltmeister

Auch bei den deutschen Altersklasse-Athleten durfte gejubelt werden. Timo Schaffeld (M18-24) und Hermann Scheiring (M60-64) gewannen in ihren Altersklassen und dürfen sich nun Ironman-Weltmeister nennen. Dazu kamen noch fünf weitere Podestplätze: Tamara Hitz (W25-29), Katrin Esefeld (W35-39), Harald Funk (M50-54) und Wolfgang Schmatz (M55-59) liefen jeweils auf den 2. Platz, Marc Brinkmann (M40-44) wurde Dritter.


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