"Da fahren wir hin!" TuS Schleiden auf dem Weg nach Ibiza

20.10.2018 10:33 von Eva Werthmann

Von 61 Age Groupern der Altersklassen-Nationalmannschaft der DTU bei der Multisport-EM kommen alleine sieben vom Triathlon-Verein TuS Schleiden. Wir haben mit Urban Scheld, Athlet des TUS Schleiden und Organisator des Eifeler Cross-Duathlon, darüber gesprochen, wie es zum Entschluss für die Europameisterschaften auf der Mittelmeer-Insel kam und mit welchen Erwartungen die Truppe nach Ibiza reist.

Herr Scheld, wann geht es für Sie los mit dem Abenteuer Ibiza?

Am Sonntagmorgen starten wir mit unserer Truppe von acht Leuten nach Ibiza. Dort haben wir ein ganzes Haus in der Nähe der Cross-Triathlon-Strecke für uns gemietet. Wenn wir dort angekommen sind starten auch schon die Vorbereitungen: Räder zusammenbauen, Strecke erkunden, etc. Und Teamfotos sind auch noch geplant, damit wir der lokalen Presse entsprechendes Material liefern können.

Starten sie alle im Cross-Triathlon?

Sieben von uns sind aktiv, außerdem haben wir einen Supporter dabei, der Fotos macht und uns unterstützt. Einer startet über die Triathlon-Mitteldistanz am Ende der EM in Ibiza Stadt, die anderen sechs starten alle beim Cross-Triathlon am Donnerstag. Damit stellen wir etwa ein Drittel der Starter des deutschen Kontingents in diesem Rennen. Und drei von uns werden vorher noch zusätzlich im Cross-Duathlon am Dienstag an den Start gehen.

Wie kam es, dass Sie mit so einer großen Gruppe nach Ibiza reisen?

Wir haben bei uns in Schleiden ein richtig schönes Team, mit dem wir in den vergangenen Jahren immer wieder gemeinsam zu nationalen Wettkämpfen gefahren sind. Letztes Jahr waren wir dann erstmals mit einigen Leuten in Rumänien bei den Cross-Europameisterschaften. Das hat großen Spaß gemacht. Und als wir dann erfahren haben, dass die EM dieses Jahr auf Ibiza stattfindet, haben wir direkt gesagt „da fahren wir hin“.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie an den Start?

Bei uns stehen das Team und der Teamspirit im Vordergrund, wobei das Sportliche auch nicht außen vorgelassen wird. Wir haben ja mit Lars Holder immerhin einen Medaillengewinner im Cross-Duathlon von 2017 am Start. Auch wenn die Konkurrenz in Ibiza stärker ist als in Rumänien, wird er doch versuchen in die Nähe der Medaillenränge zu laufen. Bei mir persönlich ist es so, dass ich im kommenden Jahr in die nächste Altersklasse rücke, dann in der AK 55 am Start sein werde. Da interessiere ich mich jetzt schon dafür, wie groß die Abstände zu den Leuten in dieser Altersklasse in diesem Jahr sein werden.

Auf was freuen Sie sich besonders?

Am meisten freue ich mich auf das Erlebnis mit dem Team insgesamt. Ich bin gespannt, wie das in unserem gemeinsamen Haus so wird: die Jüngsten sind 21, ich bin mit 54 der Älteste. Aber das wird mit Sicherheit gut funktionieren. Es wäre natürlich auch toll, selbst ein gutes Rennen zu erwischen. Und es ist immer schön, die anderen Cross-Triathleten wieder zu sehen. Die Cross-Szene hier in Deutschland ist überschaubar, man kennt sich untereinander. Da sind richtig lustige Jungs und Mädels dabei.


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