Nina Eim: "Noch hält sich meine Nervosität in Grenzen"

11.09.2018 10:41 von Jan Sägert

Norddeutsch cool: Drei Tage vor ihrem ersten WM-Auftritt verspürt Nina Eim noch keine Nervosität (Foto: DTU/ Petko Beier)

Für Nina Eim ist der Start bei den U23-Weltmeisterschaften am kommenden Freitag das i-Tüpfelchen auf eine eindrucksvolle Saison. Im Mai feierte die 21-Jährige aus Itzehoe beim African Cup in Tunesien ihren ersten Sieg in einem internationalen Eliterennen. Es folgten zwei Podiumsplätze im Triathlon-Europacup, Platz sieben bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf und das Ticket zu den European Championships in Glasgow. Das alles kann die Norddeutsche selbst kaum fassen. Im Interview erinnert sie sich an ihren ersten Triathlon und verrät, wie sie das WM-Rennen in Gold Coast angehen möchte.

Nina, wie nervös bist Du auf einer Skala von 1 bis 10 … so kurz  vor dem Start der Weltmeisterschaften? Was machst Du, um Dich vor wichtigen Wettkämpfen abzulenken?
Noch hält sich meine Nervosität sehr in Grenzen, ich würde sagen auf der Skala vielleicht eine 2. Die Aufregung kommt dann meistens am Abend vorm Rennen. Ich denke ein bisschen Aufregung ist aber auch gar nicht so schlecht. 

Du kommt aus Itzehoe in Schleswig-Holstein. Wie Triathlon verrückt sind die Menschen in Deiner Heimat und welche Erinnerungen hast Du an Deine ersten Schritte als Triathletin?
Triathlon ist bei uns in Itzehoe ziemlich populär. Mein Verein, der Sport-Club Itzehoe, hat eine sehr große Triathlonsparte, in der von jung bis alt alles dabei ist. Bei meinem ersten Triathlon (2007) konnte ich nur Rücken schwimmen und kam als letzte aus dem Wasser, habe dann aber trotzdem noch gewonnen ;)

Bei WM-Generalprobe in Schweden hast Du Bronze gewonnen. Was konntest Du aus diesem Rennen für Gold Coast mitnehmen?
In Kalmar lief leider nicht alles so glatt, wie ich mir das vorgestellt hatte Beim Schwimmen kam ich schlecht weg und beim Laufen musste ich auch noch eine Zeitstrafe absitzen. Ich bin aber die ganze Zeit über positiv geblieben und habe daran geglaubt, dass ich es noch schaffen kann. Mit dieser Einstellung versuche ich auch in das Rennen am kommenden Freitag zu gehen. 

Gold Coast wird Deine erste Weltmeisterschaft bei den U23-Jährigen und damit auch einer Deiner ersten großen Wettkämpfe über die Kurzdistanz. Wie groß ist der Respekt und wo siehst Du Deine Stärken?
Meine Stärken sehe ich im Radfahren und im Laufen. Und auch durch die Wechsel kann ich meist etwas Zeit auf meine Konkurrentinnen gut machen. Den größten Respekt habe ich auf jeden Fall vorm Schwimmen, weil ich weiß, dass das nicht zu meinen Stärken zählt. 

Unabhängig davon wie das Rennen in Australien für Dich ausgeht: Wie zufrieden bist Du mit Deiner Saison und welcher Moment ist Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben?
Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Saison sehr zufrieden. Am Anfang der Saison hätte ich nie gedacht, dass ich bei der Europameisterschaft oder sogar bei der U23-Weltmeisterschaft für Deutschland starten darf. Am schönsten ist es natürlich immer, wenn man auf dem Podium steht. Dementsprechend sind mir diese Wettkämpfe in besonders guter Erinnerung geblieben.

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