Tim Hellwig: "Ich möchte um die Medaillen mitkämpfen"

12.09.2018 14:09 von Jan Sägert

Um die Medaillen mitkämpfen, will DTU-Junior Tim Hellwig am Samstag bei der WM in Gold Coast (Foto: ETU Media)

Sein erstes WM-Rennen als Junior hat Tim Hellwig in weniger guter Erinnerung. Für den zweiten Anlauf am kommenden Samstag in Gold Coast hat sich der Vize-Europameister deshalb einiges vorgenommen. Wie nervös der 19-Jährige wenige Tage vor dem Rennen ist und was er aus der Generalprobe in Ungarn mit nach Down Under nehmen konnte, hat er uns im Interview verraten.

Tim, wie nervös bist Du auf einer Skala von 1 bis 10 … so kurz  vor dem Start der Weltmeisterschaften? Was machst Du, um Dich vor wichtigen Wettkämpfen abzulenken?

Aktuell liege ich auf der Skala ungefähr bei 2 bis 3, aber wir haben ja noch ein paar Tage. Viel brauche ich eigentlich nicht machen, ich gehe das Rennen nochmal im Kopf durch, höre Musik oder bin mit dem Einchecken und anderen Vorbereitungen beschäftigt.
 
Als aktueller Vize-Europameister dürften Dich einige Konkurrenten am Renntag in Gold Coast im Auge haben. Siehst Du Dich selbst auch im Kreis der Medaillenkandidaten und wie schätzt Du grundsätzlich Deine Chancen auf diesem Kurs ein?

Ich hoffe natürlich, dass ich einen guten Tag erwische, um, wenn dann im Rennen alles glatt läuft, mit um die Medaillen kämpfen zu können. Ich denke der Kurs ist relativ unspektakulär mit flacher Rad und schneller Laufstrecke, womit ich keine Problem habe.
 
In Philipp Wiewald ist ein weiterer DTU-Junior im Rennen? Wie gut kennt ihr euch und kannst Du Dir vorstellen, im Rennverlauf mit ihm zusammen zu arbeiten – welche taktischen Möglichkeiten siehst Du da?

Beim Vorbereitungslehrgang in Kienbaum haben wir uns besser kennengelernt, sind aber natürlich schon das ein oder andere mal zusammen gestartet. Da auf der flachen Radstrecke Ausreißversuche schwer werden, denke ich können wir auf diesem Kurs eher weniger gut zusammen arbeiten.
 
Gold Coast wird Deine zweite Junioren-WM. Welche Erinnerungen hast Du an Deine WM-Premiere vor einem Jahr in Rotterdam und was willst Du dieses Mal anders/besser machen?

Um es mit einem Wort zu beschreiben: kalt. Im vergangenen Jahr lief bei mir leider einiges schief, deshalb will ich dieses Jahr auf jeden Fall besser schwimmen, um das Rennen auch von vorn mit gestalten zu können.
 
Bei der Generalprobe in Ungarn bist Du 17. geworden. Wie ordnest Du das für Dich ein und welche Schlüsse konntest Du dort noch für das WM-Rennen am 15. September ziehen?

Das Rennen in Ungarn lief bei mir aufgrund eines Radsturzes nicht optimal und mit dem 17. Platz bin ich auch nicht besonders zufrieden. Allerdings waren die Leistungen in den einzelnen Disziplinen gut und mit der zweitschnellsten Laufzeit blicke ich doch zuversichtlich auf das Rennen am Samstag.

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