Triathlon-Weltcup Weihai: Lasse Lührs kratzt am Podest

24.09.2018 14:25 von Jan Sägert

Bei seinem fünften Platz im Mai in Astana fehlten Lasse Lührs (Alicante/Potsdam) noch rund 20 Sekunden zum ersten Weltcup-Podium. Im Ziel des ITU Triathlon World Cup Weihai (CHN) am vergangenen Samstag waren es nur noch zehn Sekunden. Keine 50 Meter trennten Lührs nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und einem 10-Kilometerlauf vom ersten Weltcup-Podest seiner Karriere. Der vierte Platz ist dennoch das beste Weltcupergebnis des 22-jährigen amtierenden Deutschen Meisters, der seine starke Saison erst vor wenigen Tagen bei der U23-Mixed-Team-WM versilbert hatte. Jonas Schomburg (Hannover) verpasste die Top Ten als 13. nur um wenige Sekunden. Maximilian Schwetz (Bous) kam als 28. ins Ziel. Der Sieg ging an den Norweger Gustav Iden (1:53:11 Stunden).

Platz vier: Lührs "mega zufrieden"

"Wenn man den dritten Platz so knapp verpasst, ist das natürlich immer schade", so Lührs nach seiner Rückkehr aus China. Dennoch sei er "mega zufrieden" - auch über die vielen Punkte, die er im ITU Ranking auf seinem Konto verbuchen konnte. Schon beim Schwimmen waren Lührs und seine beiden DTU-Teamkollegen vorn dabei. Nur etwas mehr als zehn Sekunden fehlten zum führenden Russen Dmitry Polyansky. Eine Lücke, die auf dem Sechs-Runden-Kurs am "Gelben Meer" schnell geschlossen war. "Sehr anspruchsvoll, aber ziemlich cool", so das Urteil von Lasse Lührs über den Radparcours mit einem 1,5 Kilometer langen Anstieg in jeder Runde. Das Tempo der dreiköpfigen Spitzengruppe um den späteren Sieger Gustav Iden konnte Lührs zu Beginn des Laufens zunächst nicht mitgehen. "Nach einer Runde habe ich aber aufgeschlossen und bin zwei Runden mitgelaufen", schilderte der 22-Jährige den weiteren Rennverlauf. Die Attacken wenige hundert Meter vor dem Ziel konnte der Deutsche Meister dann aber nicht mehr kontern.

Dennoch kann Lührs mit den vergangenen zwei Wochen sehr zufrieden sein. Seine Bilanz: Platz sechs bei der U23-WM in Gold Coast gefolgt von einer Silbermedaille mit den DTU Mixed Team und dem besten Weltcupergebnis seiner Karriere am vergangenen Samstag in Weihai.


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