Triathlon-WM Gold Coast: Wiewald gewinnt Bronze

15.09.2018 15:30 von Jonas Konrad

In der Nacht zum Samstag hat Philipp Wiewald (Potsdam) überraschend Bronze im WM-Rennen der Junioren in Gold Coast (Australien) gewonnen. Der 19-Jährige erkämpfte sich über die Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen) mit der zweitschnellsten Rad- und der viertschnellsten Laufzeit den Platz auf dem Podium. Csongor Lehmann aus Ungarn gewann Gold vor dem Franzosen Paul Georgenthum.

„Ich habe nicht erwartet, dass ich aufs Podium laufen könnte. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das Schwimmen war nicht so gut, aber ich habe auf dem Rad richtig Gas gegeben und im Lauf waren dann meine Beine sehr gut“, sagte ein glücklicher Wiewald im Ziel.

Thomas Moeller, DTU Bundestrainer Nachwuchs, lobte die Kämpferqualitäten des Potsdamers: "Der Philipp hat heute ein grandioses Rennen gemacht. Er hat absoluten Kampfgeist bewiesen. Er hat aus einer hinteren Schwimmposition 20 Kilometer voll gekämpft, so dass das Feld zusammen gefahren ist und das Rennen wieder offen war. Und dann hat er hier im Lauf bis zum letzten Meter gekämpft und ist mit der Bronzemedaille belohnt worden."

Tim Hellwig, der im Juli in Tartu bei der Junioren-EM noch Silber gewann, musste seinen Start verletzungsbedingt kurz vor Rennbeginn absagen. Die Juniorinnen Mala Schulz (Bergisch-Gladbach) und Tanja Neubert (Nürnberg) beendeten ihr Rennen auf den Rängen 19 und 37. Selina Klamt (Potsdam) konnte krankheitsbedingt nicht an den Start gehen.

Lindemann wird Vierte

Im Elite-Rennen der Frauen zeigte Laura Lindemann (Potsdam) erneut eine starke Leistung und überquerte als Vierte die Ziellinie. Über die Kurzdistanz (1,5km Schwimmen, 40km Radfahren, 10km Laufen) musste sich die 22-Jährige nur der Australierin Ashley Gentle, der Britin Vicky Holland und Katie Zaferes aus den USA geschlagen geben. Lindemann belegt damit in der Gesamtwertung der World Triathlon Series (WTS) 2018 den 9. Platz. Vicky Holland sichert sich mit ihrem zweiten Platz den WM-Titel vor Katie Zaferes und Georgia Taylor-Brown (GBR). Es ist das erste Mal in fünf Jahren, dass eine deutsche Triathletin die WTS-Saison in den Top Ten beendet.
„Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem Rennen. Es ist natürlich schade, so knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt zu sein. Aber es war mein bestes Ergebnis in einem WM-Finale bisher. Das Rennen hat nicht gut angefangen. Ich bin viel weiter hinten aus dem Wasser gekommen, als ich mir erhofft habe. Auf dem Rad ging zum Glück einiges nach vorne, so dass wir als eine große Gruppe gewechselt sind. Beim Laufen habe ich einfach alles gegeben und bin somit ganz zufrieden“, sagte Lindemann nach dem Rennen.

Silber und Bronze für Para Triathleten

Den erfolgreichen WM-Tag Down Under eröffneten die Para Triathleten mit zwei Medaillen. Paralympics-Champion Martin Schulz (Leipzig) musste sich nur seinem Dauerrivalen Daniel Stefan (CAN) geschlagen geben und gewann Silber in der Startklasse PTS5. Max Gelhaar (Leipzig) wiederholte den Erfolg aus dem vergangenen Jahr und sicherte sich erneut Bronze in der PTS3. Stefan Lösler (Ilsfeld, PTS2) beendete das wohl letzte WM-Rennen seiner Karriere auf dem achten Rang, Benjamin Lenatz (Radevormwald, PTWC) wurde Neunter.


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