Weltcup Karlsbad: Knapp Vierte, Lindemann stürzt

03.09.2018 13:56 von Jonas Konrad

Anja Knapp (Dettingen/Erms) hat beim Triathlon-Weltcup am Sonntag (2. September) im tschechischen Karlsbad das beste Weltcupergebnis ihrer Karriere eingefahren. Bei nasskaltem Wetter verpasste sie nach 2:08:51 Stunden als Vierte das Podium nur um 24 Sekunden. Vendula Frintova feierte vor heimischer Kulisse ihren dritten Weltcupsieg. Laura Lindemann (Potsdam) stürzte beim Radfahren und gab das Rennen danach auf. Auch Lena Meißner (Neubrandenburg), Bianca Bogen und Caroline Pohle (beide Leipzig) wurden schon in der ersten Innenstadt-Radrunde in einen schweren Sturz verwickelt, setzten das Rennen aber fort und kamen als 20., 22. und 26. ins Ziel. Bei den Herren musste sich das DTU-Quartett um Jonathan Zipf (Saarbrücken) erst beim Laufen geschlagen geben. Zipf (1:53:29 Stunden) schaffte es nach dem sechsten Platz im Vorjahr als Zehnter in Karlsbad erneut in die Top Ten. Jonas Schomburg (Hannover), Maximilian Schwetz (Bous) und Jonas Breinlinger (Saarbrücken) liefen auf den Plätzen zwölf, 13 und 20 ins Ziel.

Freud und Leid im DTU-Damenteam

Schon beim Schwimmen mischten Anja Knapp und Laura Lindemann ganz vorn im Feld der 46 gestarteten Damen mit. Nur Lucy Hall (GBR) war im Wasser eine Klasse für sich und machte sich als Solistin auf die 40 Radkilometer. Der Sturz zwei ihrer Konkurrentinnen riss Lindemann dann früh vom Rad und aus ihrem Traum vom ersten Weltcupsieg. Die 22-Jährige setzte das Rennen zwar noch fort, musste ihr Bike mit einem defekten Schaltwerk aber kurz darauf abstellen. Teamkollegin Knapp behauptete sich bis zum zweiten Wechsel in der Spitzengruppe und heftete sich an die Fersen von Vendula Frintova (CZE), Kaidi Kivioja (EST) und Anna-Maria Mazzetti (ITA). Am Ende war das Trio etwas stärker und verwies Knapp auf den vierten Platz. Sechs Jahre nach dem fünften Rang beim Weltcup in Tiszaujvaros (HUN) schaffte die 29-Jährige damit erstmals wieder den Sprung unter die Top 5 eines ITU-Weltcups. Lena Meißner, Bianca Bogen und Caroline Pohle rappelten sich nach einem Massensturz bei Radkilometer zehn wieder auf, bissen die Zähne zusammen und sammelten am Ende zumindest noch einige Punkte für die internationalen Rankings.

Zipf zündet den Turbo

Nur fünf der mehr als 60 Starter waren beim Laufen schneller als Jonathan Zipf. Für den 32-Jährigen war genau das der Schlüssel zu einem starken zehnten Platz. Mit knapp einer Minute Rückstand auf die Spitze war Zipf zum ersten Wechsel gekommen. Weil seine Gruppe auf dem schweren Radkurs kaum Boden auf die Führenden - darunter auch Maximilian Schwetz und Jonas Schomburg - gutmachen konnte, musste sich Zipf auf seine Laufqualitäten verlassen. 29:51 Minuten benötigte er für die zehn Kilometer. Damit schob er sich auch noch an seinen beiden Teamkollegen vorbei. Zum Podium fehlten am Ende noch 45 Sekunden. Schomburg und Schwetz kamen 20 Sekunden hinter Zipf als Zwölfter und 13. ins Ziel. Auch Jonas Breinlinger schaffte es noch in die Top 20.

Wackerhage als Head Referee im Einsatz

Nicht nur auf, sondern auch an der Strecke gehörte die Deutsche Triathlon Union in Karlsbad zu den Protagonisten. Insgesamt sieben DTU-Kampfrichter waren beim Weltcup in wichtigen Bereichen im Einsatz. So fungierte Bundeskampfrichter-Obmann Holger Wackerhage (TVN) als Head Referee. Weitere Kampfrichter wurden in leitenden Positionen beim Schwimmen, Radfahren und in der Penalty Box eingesetzt.


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