Die zehn besten Tipps für einen Triathlon

22.05.2019 14:59 von Thorsten Eisenhofer

Du bist motiviert und trainingsfleißig, hast aber noch nicht die Erfahrung von 27 absolvierten Ironman-Rennen. Dann solltest du hier unbedingt weiterlesen. Denn wir haben für dich die zehn besten Tipps, damit du lächelnd die Ziellinie beim Berlin City Triathlon überquerst.

1. Ohne Training macht der Wettkampf keinen Spaß

Natürlich kannst du am ersten August-Wochenende in Berlin an der Startlinie stehen, ohne vorher wirklich trainiert zu haben. Und wenn du einigermaßen sportliches Talent oder in den vergangenen Jahren regelmäßig Sport getrieben hast, wirst du es auch in das Ziel schaffen. Irgendwie zumindest. Aber macht das dann wirklich Spaß? Sich durchzuquälen. Schmerzen zu haben. Auf der Laufstrecke nur noch zu gehen. Nein! Du solltest im Vorfeld trainieren. Du musst jetzt nicht drei Einheiten am Tag absolvieren und dein soziales Leben total hinter dem Sport anstellen. Aber zumindest drei, vier Einheiten pro Woche solltest du im Vorfeld des Berlin City Triathlons schon absolvieren. Lege den Fokus auf deine Schwachstellen. Fällt dir das Schwimmen schwer? Dann schaue, dass du es regelmäßig ins Schwimmbad schaffst.

2. Die Strecke vorher anschauen

Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist doch, dass du auf der Laufstrecke regelrecht einbrichst, weil da am Ende noch dieser eine verdammte Hügel wartet. Den hattest du irgendwie nicht auf der Rechnung - und auch keine Energiereserven mehr dafür. Doch so etwas muss dir nicht passieren. Du musst dir nur im Vorfeld die Zeit nehmen, die Strecke anzuschauen. Wohnst du in Berlin und Umgebung, dann ist das sowieso kein Problem. Wohnst du etwas weiter weg, dann reise am Wettkampftag ein bisschen früher an und checke die Wettkampfstrecke. Das hilft dir, deine Kraft im Rennen einzuteilen.

3. Regel beachten

Wie jede andere Sportart hat auch Triathlon Regeln. Regeln, an die man sich halten muss, die jetzt aber auch kein Hexenwerk sind. Alles, was du über das Regelwerk bei Triathlon-Veranstaltungen wissen musst, kannst du in der DTU-Sportordnung nachlesen. Zudem solltest du an der Wettkampfbesprechung kurz vor dem Rennen teilnehmen.

4. Spaß haben

Du bist weder Patrick Lange noch Jan Frodeno noch Sebastian Kienle. Triathlon ist nicht dein Beruf, mit dem und über den du dein Geld verdienst, sondern ein Hobby. Natürlich darfst du ehrgeizig und ambitioniert sein und dir Ziele stecken. Aber eines sollte dabei auf jeden Fall nicht zu kurz kommen – das gilt für Training und Wettkampf - der Spaßfaktor. Berücksichtige das bei deiner Trainingsplanung!

5. Auch die vierte Disziplin hat ihre Tücken

Vierte Disziplin? Nein, Triathlon hat über Nacht nicht noch eine weitere Disziplin hinzubekommen. Aber Triathleten sprechen gerne von der vierten Disziplin, wenn es um den Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren beziehungsweise den Wechsel vom Radfahren zum Laufen geht. Warum? Weil das Wechseln gewissermaßen eine eigene Disziplin ist, in der man sich ziemlich verheddern beziehungsweise viel Zeit verlieren kann. Denn Laufschuhe schnüren, wenn der Pulsschlag schon ziemlich hoch ist, ist etwas anderes als zu Hause ohne Zeitdruck in die Schuhe zu schlüpfen. Also übe im Training ein paar Mal den Wechsel!

6. Keine Experimente bei der Verpflegung

„Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“ heißt ein Sprichwort. Würde man sich immer daran halten, würde Essen nicht so viel Spaß machen. Aber bei einem Triathlon-Wettkampf sollte man diesen Spruch auf jeden Fall beherzigen. Denn Riegel, Gels etc. im Wettkampf das erste Mal zu sich zu nehmen, kann im schlimmsten Fall zu Bauchschmerzen und dem Abbruch des Wettkampfs führen. Probiere daher alle Nahrungsmittel, die du im Wettkampf zu dir zunehmen gedenkst, vorher im Training aus. Ganz wichtig im Rennen ist es natürlich, ausreichend zu trinken. Vor allem bei großer Hitze.

7. Die richtige Schwimmtechnik aneignen

Auf dem Rad sitzen wir normalerweise mehrmals die Woche. Laufen ist unsere natürlichste Fortbewegungsform. Das Schwimmen hingegen ist für viele Triathleten die „Hass“-Disziplin. Aber daran kann man arbeiten. Durch regelmäßiges Training. Und durch eine gute Schwimmtechnik. Für Letzteres empfiehlt es sich, am Training eines Vereins teilzunehmen und sich von ausgebildeten Trainern zeigen zu lassen, wie man technisch sauber schwimmt. Hast du die Zeit dafür nicht, helfen natürlich auch Lehrbücher oder Lehrvideos. Oder du kennst jemanden, der richtig gut schwimmt und dir mit Rat und Tat behilflich ist.

8. Koppeltraining machen

Radfahren klappt. Laufen klappt. Da muss doch auch Laufen nach dem Radfahren klappen! Nun ja, ganz so einfach ist das beim Triathlon leider nicht. Vielleicht ist dir nach der einen oder anderen Radeinheit aufgefallen, dass sich die Beine nach dem Absteigen ein bisschen so anfühlen, als wenn sie aus Wackelpudding wären. Die schlechte Nachricht: Das macht das Laufen nicht unbedingt angenehm. Die gute Nachricht: Üben schafft Abhilfe. Also schnappe dir am Ende einer Radeinheit deine Laufschuhe und hänge noch ein paar Minuten dran. Du wirst sehen, dass das sogenannte Koppeltraining schnell zu Erfolgen führt.

9. Ziele stecken

Keine Ziele zu haben, ist öde. Gut, ein erstes Ziel hast du dir ja jetzt schon gesetzt: Du hast dich für den Berlin City Triathlon angemeldet und willst teilnehmen. Am besten überlegst du dir jetzt noch weitere kleine Ziele. Wie wäre es mit: Eine bestimmte Zeit unterbieten oder den Arbeitskollegen XY abhängen. Wer Ziele hat, ist in jeder Trainingseinheit motiviert und muss sich seltener zum Sporttreiben aufraffen.

10. Zieleinlauf genießen

Das ist der Moment, für den du über Monate hinweg hart im Training gearbeitet hast: der Zieleinlauf. Nun ist der Augenblick gekommen. Du befindest dich auf den letzten Metern der Laufstrecke, den Zielbogen schon in Sicht. Und du weißt, dass du die Schlussphase des Rennens auch noch überstehen beziehungsweise deine angepeilte Zeit erreichen wirst. Genieße diese letzten Meter, koste es voll aus, dass du dein Ziel erreicht hast. Denn solch tolle Augenblicke erlebst du nicht jeden Tag.


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