Elite kämpft in Weert um EM-Titel

29.05.2019 15:24 von Thorsten Eisenhofer

Sieben deutsche Elite-Athleten vertreten bei den Europameisterschaften über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) in Weert (Niederlande/31. Mai bis 2. Juni) die Deutsche Triathlon Union (DTU). Die besten Chancen auf eine gute Platzierung haben wohl Lasse Lührs und Nina Eim, die beide mit der Empfehlung eines zweiten Ranges bei einem Weltcup-Rennen in die Niederlande reisen.

Lasse Lührs zuversichtlich

Größte deutsche Hoffnung auf eine gute Platzierung ist Lasse Lührs (Alicante). Der 23-Jährige überzeugte Anfang Mai mit einem zweiten Platz beim Weltcup-Rennen in Madrid, als er im Zielsprint nur ganz knapp seinem NationalmannschaftskollegenJustus Nieschlag (Lehrte) unterlag. Lührs hat seit dem Rennen gut trainiert, war die vergangene Woche allerdings ein paar Tage angeschlagen. „Es ist sehr schade, dass ich daher wohl nicht in Topform an der Startlinie stehen werde“, sagt er und fügt an: „Trotzdem gehe ich zuversichtlich in das Rennen. Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu gewinnen.“

Olympiasieger Alistair Brownlee am Start

Der starke Schwimmer Jonas Breinlinger (Saarbrücken) hofft, bei entsprechendem Rennverlauf auf eine Top-15-Platzierung. Zudem ist aus deutscher Sicht Maximilian Schwetz (Bous) dabei. Die drei deutschen Männer treffen unter anderem auf Alistair Brownlee (Großbritannien), Olympiasieger von 2012 und 2016, Marten van Riel (Belgien), Achter beim Rennen der World Triathlon Series (WTS) in Yokohama (Japan) vor zwei Wochen, und dessen Landsmann Jelle Geens, im Vorjahr EM-Fünfter. Das Rennen der Männer findet am Samstag, 1. Juni, um 18 Uhr statt.

Nina Eim will gutes Rennen zeigen

Mit Nina Eim (Itzehoe) ist die in diesem Jahr hinter der DTU-Top-Athletin Laura Lindemann (Potsdam) überzeugendste deutsche Athletin am Start. Eim gewann in dieser Saison bereits drei Rennen und belegte vor zwei Wochen beim Weltcup in Cagliari (Italien) den zweiten Platz. „Ich würde gerne in allen Disziplinen zeigen, was ich derzeit drauf habe“, sagt Eim und fügt an: „Eine bestimmte Platzierung habe ich mir allerdings nicht vorgenommen.“

Die 20-Jährige will unter Beweis stellen, dass sie sich im Schwimmen verbessert hat - auch wenn sie wohl auf die besten Athletinnen im Wasser einiges verlieren wird. In den beiden folgenden Disziplinen sieht sie gute Chancen, den Rückstand zu verringern. „Ich will ein gutes Rennen zeigen und mich damit auch für das Mixed Relay empfehlen“, sagt Eim.

Drei weitere deutsche Frauen am Start

Neben Eim starten Anja Knapp (Dettingen), Anabel Knoll (Ingolstadt) und Caroline Pohle (Leipzig) für die DTU. Die deutschen Frauen treffen unter anderem auf die EM-Fünfte des Vorjahres Clair Michel (Belgien), Vendula Frintova (Tschechien), Zwölfte beim WTS-Rennen in Yokohama, Julia Hauser (Österreich), Zehnte beim WTS-Rennen auf den Bermudas, oder Sandra Dodet (Frankreich), Zweite beim Weltcup in Madrid. Das Rennen der Frauen beginnt am Freitag, 31. Mai, um 18 Uhr.

Mixed Relay zum Abschluss

Am 2. Juni findet dann das Mixed Relay statt. Hier geht es für die deutsche Mannschaft darum, Punkte im Olympic Qualifikation Ranking zu sammeln, um die Ausgangslage im Kampf um die Startplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio weiter zu verbessern.


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