Junioren wollen in Lausanne glänzen

27.08.2019 12:00 von Thorsten Eisenhofer

Sechs Nachwuchsathleten vertreten die Deutsche Triathlon Union (DTU) bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Lausanne (Schweiz) – alle sechs starten erstmals bei einer WM. Die Wettbewerbe über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) beginnen am Freitag um 8 Uhr (Juniorinnen) und um 10 Uhr (Junioren).

Die größten Hoffnungen auf eine gute Platzierung beim Nachwuchs liegen auf Simon Henseleit (Landesverband Bayern). Der Dritte der Deutschen U23-Meisterschaften und Deutsche Juniorenmeister hat selbst in einem Interview auf der DTU-Webseite ein Top-Ten-Ergebnis als Ziel ausgegeben.

Und auch Thomas Moeller, der Nachwuchs-Bundestrainer, sagt: „Das traue ich ihm zu. Simon ist derzeit noch einmal stärker als bei der EM.“ Bei den kontinentalen Titelkämpfen in Weert (Niederlande) belegte Henseleit den siebten Rang auf einer Strecke, die ihm als guten Radfahrer nicht unbedingt entgegen kam.

WM-Debütantenball

Neben dem WM-Debütanten Henseleit sind mit Alexander Kull (Thüringen) und Eric Diener (Baden-Württemberg) zwei Athleten dabei, die in Lausanne ihre internationale Premiere feiern. „Es ist für sie der erste internationale Start auf diesem Niveau“, sagt Moeller, der beiden Athleten seit ihrem zweiten (Diener) beziehungsweise dritten (Kull) Platz bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften Ende Juni „eine sehr positive Entwicklung“ bescheinigt - vor allem im Schwimmen.

Bei den Juniorinnen ist die DTU mit drei Athletinnen vertreten, die alle noch dem jüngeren Jahrgang angehören und somit auch in der kommenden Saison – oder wie im Fall von Franca Henseleit (Bayern) sogar noch die kommenden beiden Jahre – die Chance haben, im Juniorenbereich international zu starten. „Die Mädels können also entspannt rangehen und sich an das hohe internationale Niveau heranarbeiten“, sagt Moeller, der mit den WM-Startern zwei Trainingslager (Saarbrücken und Kienbaum) absolvierte.

Franca Henseleit erzielte bei der Junioren-EM mit Rang acht die aus deutscher Sicht beste Platzierung, war aber im Vorfeld der WM verletzt. „Für sie geht es auch darum, internationale Erfahrung zu sammeln“, sagt Moeller. Selbiges gilt auch für Selina Klamt (Brandenburg), die im Vorjahr bereits für die WM qualifiziert war, diese dann aber krankheitsbedingt verpasste. „Ihr traue ich eine Top-20-Platzierung zu“, sagt Moeller, der sich auf die WM in Lausanne freut und mit seinen Athleten nach den Wettbewerben den Besuch des Olympischen Museums anpeilt.

Katharina Möller (Baden-Württemberg) war vor der EM in Weert krank, ihr Start war erst kurz vor dem Rennen sicher, als 15. schnappte sie sich ein WM-Ticket. „Ihr traue ich ein gutes Ergebnis zu, sie hat sich nochmal weiterentwickelt“, sagt Thomas Moeller über die Deutsche Juniorenmeisterin.


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