Katharina Möller und Simon Henseleit gewinnen Titel bei Junioren

29.06.2019 20:06 von Thorsten Eisenhofer

Katharina Möller (Landesverband Baden-Württemberg) und Simon Henseleit (Bayern) haben sich bei den Deutschen-Nachwuchsmeisterschaften in Grimma am Samstag (29. Juni) die Titel bei den Junioren gesichert. Die drei noch offenen Startplätze für die Junioren-WM in Lausanne (Schweiz) sicherten sich Selina Klamt (Brandenburg), Erik Diener (Baden-Württemberg) und Alexander Kull (Thüringen). Stark war auch die Vorstellung der A-Jugendmeisterin Franca Henseleit (Bayern), die das gemischte Rennen von Juniorinnen und weiblicher Jugend A gewann. Die Titelkämpfe waren zugleich auch die zweite von zwei (Junioren) beziehungsweise zweite von drei (Jugend) Stationen des DTU-Jugendcups.

Simon Henseleits größter Erfolg

Simon Henseleit legte sich nach circa zwölf Kilometern auf der Radstrecke ab, wie er das nannte, stürzte also, als er beim Wendepunkt mit ein bisschen zu viel Risiko die Kurve nahm, richtete seinen Lenker und holte die mehr als zehn Mann starke Spitzengruppe wieder ein. Beim Laufen setzte er sich von Beginn an ab. „Der Titel bedeutet mir unglaublich viel, mehr als das EM-Gold im Mixed Relay. Ich hatte mit deutschen Nachwuchsmeisterschaften noch eine Rechnung offen, habe noch nie eine Medaille gewinnen können“, sagte Henseleit.

Er gewann nach 52:47 Minuten vor Eric Diener (52:51) und Kull (53:01). Die beiden weiteren Medaillengewinner sicherten sich damit, durchaus überraschend, die beiden noch offenen Startplätze für die WM und werden dort nun zusammen mit Henseleit antreten. „Damit habe ich nicht wirklich gerechnet“, sagte Diener, der – wie Henseleit – eine starke Laufleistung zeigte.

Entscheidung auf der Laufstrecke

Bei der weiblichen Jugend A und den Juniorinnen ging es nicht nur um zwei Meistertitel, sondern auch um ein Ticket für die Junioren-WM. Franca Henseleit (Bayern) und Katharina Möller (Baden-Württemberg) hatten diese durch ihre guten EM-Platzierungen bereits sicher. Die beiden gehörten zur ersten Radgruppe und setzten sich zu Beginn der Laufstrecke zusammen mit der schnellsten Schwimmerin Selina Klamt (Brandenburg) von den Verfolgerinnen ab. Henseleit löste sich in der letzten Runde und lief als Erste – und deutsche A-Jugendmeisterin - ins Ziel. Möller sicherte sich den Titel der Juniorinnen, Klamt mit Rang zwei das WM-Ticket.

„Ich bin überglücklich“, sagte Henseleit (59:56 Minuten), die durch ihren Erfolg ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Zweite in der weiblichen Jugend A wurde Noelle Werner (Saarland/1:00:47 Stunden), Dritte Martha Gastell (Berlin/1:00:59).

Möller sprach davon, dass sie natürlich auf einen Sieg gehofft hatte. „Aber es kann in einem Rennen so viel passieren. Deshalb ist es toll, dass es mit dem Titel geklappt hat.“ Sie siegte nach 1:00:01 Stunden vor Klamt (1:00:11 Stunden) und Hannah Stegmaier (Nordrhein-Westfalen/1:00:47). „Ich bin sehr glücklich, ich kann es noch gar nicht in Worte fassen, dass ich mich erneut für die WM qualifiziert habe“, sagte Klamt, die ihren WM-Start im Vorjahr verletzungsbedingt absagen musste.

Jan Diener holt Titel im Schlussspurt

Im dritten Anlauf hat es für Jan Diener (Baden-Württemberg) mit dem Titel des Deutschen Meisters geklappt. Er setzte sich nach 54:22 Minuten in der männlichen Jugend A vor Janne Büttel (Berlin/54:39) und Till Kramp (Mecklenburg-Vorpommern/54:48) durch. „Vor zwei Jahren war ich Zweiter, letztes Jahr ist es nicht so gut gelaufen. Es bedeutet mir viel, dass es nun geklappt hat“, sagt Diener, der jüngere Bruder des Junioren-Zweiten Eric. Büttel und Jan Diener führten das Feld auf den fünf Laufkilometern an, bevor sich Diener, der nach einem guten Schwimmen beim Radfahren Probleme hatte, sich auf den letzten Metern lösen konnte. „Ich habe einfach Vollgas gegeben. Cool, dass es geklappt hat, so Diener.

Rebecca Bierbrauer gewinnt in der weiblichen Jugend B

Den ersten Titel sicherte sich Rebecca Bierbrauer (Rheinland-Pfalz). Sie setzte sich nach 400 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen in 33:12 Minuten vor Felipa Herrmann (Nordrhein-Westfalen/33:18) und Lisa Heisig (Mecklenburg-Vorpommern/33:38) durch. Für Bierbrauer ist es der zweite Deutsche Meistertitel des Jahres, sie hatte bereits im Duathlon triumphiert. „Der Titel im Triathlon bedeute mir viel mehr, da ist das Feld viel stärker besetzt als im Duathlon.“ Bierbrauer hatte den Titel zwischenzeitlich schon abgeschrieben („Ich dachte, dass wird nichts mehr“). Auf dem Laufabschnitt arbeitet sie sich dann aber immer weiter nach vorne.

In der männlichen Jugend B gewann Jan Plata den Titel. Der Athlet aus dem Landesverband Bayern siegte nach 30:25 Minuten. Rang zwei sicherte sich Lukas Meckel (Nordrhein-Westfalen) in 30:37 Minuten vor Moritz Göttler aus Hessen (30:47).

Hier geht es zum Text des Mixed-Relay-Rennens.


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