Lindemann triumphiert beim Weltcup in Banyoles

09.09.2019 11:01 von Jonas Klee

Laura Lindemann (Potsdam) hat am vergangenen Wochenende (7./8. September) beim ITU Triathlon-Weltcup in Banyoles (Spanien) erneut ihre starke Form unter Beweis gestellt und sich über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) den ersten Platz gesichert. Bei den Männern war Jonas Schomburg (Langenhagen) mit Rang 21 erfolgreichster DTU-Athlet. Im Rennen der Para Triathleten musste Christiane Reppe verletzungsbedingt aussteigen.

Laura Lindemann erfüllt sich den Medaillen-Traum

„Das ist ein starkes Feld, aber ich nehme mir vor, das Rennen so gut wie möglich zu beenden und möchte eine Medaille mit nach Hause nehmen“, hatte Lindemann vor dem Rennen angekündigt, nachdem sie beim ITU World Triathlon Grand Final in Lausanne Sechste wurde. Die Medaillen-Träume der 23-Jährigen sollten sich erfüllen.

In einem stark besetzten Feld, in dem auch die DTU-Athletinnen Lisa Tertsch (Darmstadt), Bronzemedaillengewinnerin der U23-WM in Lausanne, sowie Nina Eim (Itzehoe), Lena Meißner (Neubrandenburg) und Anabel Knoll (Ingolstadt) an der Startlinie standen, kämpfte Lindemann unter anderem mit der britische Weltmeisterin von 2018, Vicky Holland und der zweifachen Weltmeisterin Flora Duffy (Bermuda) um die vorderen Ränge. Duffy war es, die als erste aus dem Wasser stieg, eine Verfolgergruppe um Lindemann dicht auf den Fersen. Die insgesamt neunköpfige Spitzengruppe baute auf der Radstrecke ihren Vorsprung auf 1:15 Minuten aus. Die Entscheidung um die Podiumsplätze machten die Athletinnen auf der Laufstrecke unter sich aus. Duffy, Lindemann und Tamara Gorman (USA) bestimmten das Tempo, ehe sich Lindemann zwei Kilometer vor dem Ziel absetzte und ihre Verfolgerinnen Gorman und Duffy mit einer Zeit von 55:38 Minuten auf die Plätze zwei und drei verwies. Lisa Tertsch landete auf dem 12. Rang, Nina Eim wurde 16., Lena Meißner 18. und Anabell Knoll beendete das Rennen auf Platz 44.

„Ein schöner Erfolg zum Abschluss der Saison“

Nach dem Rennen zeigte sich die Gewinnerin überglücklich: “Ein schöner Erfolg zum Abschluss der Saison über den ich mich sehr freue. Ich bin definitiv auf dem richtigen Weg in der Vorbereitung”, so Lindemann. “Das Rennen in Banyoles war gefühlt der bestbesetzte Weltcup des Jahres. Für mich ging und geht es nach wie vor um die Verbesserung meiner Schwimmleistung, die Erhöhung meiner Rad- und Laufleistung. Dafür war der Wettkampf in Banyoles ein wichtiger Motivationsschub - so würde ich gern jedes Rennen mitbestimmen.”

Bei den Männern gingen neben Schomburg der deutsche Meister Valentin Wernz (Tuttlingen), Jonas Breinlinger und Jannik Schaufler (beide Saarbrücken) an den Start. „Ich möchte mit einem guten Ergebnis die Saison abschließen“, hatte Schomburg vor dem Rennen gesagt. In einem stark besetzten Feld - unter anderem mit dem spanischen Serien-Weltmeister Mario Mola und dem frischgebackenen Weltmeister Vincent Luis (Frankreich) - landete der 25-Jährige als bester Deutscher auf dem 21. Rang. Wernz wurde 23., Schaufler kam als 39. über die Ziellinie und Breinlinger beendete das Rennen auf Platz 44. Der Sieg ging an Luis, der vor Mola und Bence Bicsák (Ungarn) triumphierte.

Christiane Reppe muss aussteigen

Nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei ihrem WM-Debüt in Lausanne (Schweiz), sollte der Weltcup in Banyoles für Paratriathletin Christiane Reppe als Zwischenstation auf ihrem Weg zur Para Triathlon Europameisterschaft am 14. September in Valencia (Spanien) dienen. Die 32-Jährige musste das Rennen jedoch vorzeitig abbrechen. Am Vortag hatte sich bei einem Sturz eine Verletzung an der Hand zugezogen und konnte ihren Wettkampf nicht beenden.


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