Rang drei für Caroline Pohle bei Weltcup in Karlsbad

26.08.2019 15:36 von Thorsten Eisenhofer

Caroline Pohle (Leipzig) hat am Sonntag (25. August) beim Weltcup in Karlsbad (Tschechien) über die Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) den dritten Platz belegt. Sie hatte beim Erfolg der Tschechin Vendula Frintova (2:09:08 Stunden) rund eineinhalb Minuten Rückstand auf die Siegerin.

Für Pohle war es das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere in ihrem erst fünften Weltcup-Rennen überhaupt – zuvor hatte sie mit Rang acht in Caligari (Italien) erst ein Top-Ten-Ergebnis erreicht. Auch gegenüber dem Vorjahr, als sie in Karlsbad nach einem Sturz und einem Platten Rang 24 erreichte, steigerte sie dich deutlich. „Das Rennen war in meiner sportlichen Entwicklung die Kirsche auf der Sahnetorte. Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, du wirst Dritte in einem Weltcuprennen, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Der dritte Platz ist für mein Selbstvertrauen enorm wichtig. Ich habe hart dafür gearbeitet, um im Triathlonzirkus mitspielen zu können und nun bewiesen, dass man sich auch mit 23 Jahren noch entwickeln kann.“

Pohle kam als eine der ersten Athletinnen aus dem Wasser, gehörte der ersten Radgruppe an und teilte sich ihre Kräfte gut ein. Beim Laufen konnte sie nur nicht mit Siegerin Frintova und der Zweitplatzierten Tamara Gorman (USA), die vier Sekunden nach Fritova das Ziel erreichte, mithalten. Sie lief bis zwei Kilometer vor dem Ziel zusammen mit Petra Kurikova (Tschechien), die wie Pohle in der 1. BItburger 0,0% Triathlon-Bundesliga für das Schwalbe Team Krefelder Kanu Klub startet. Dann setzte sich Pohle ab: "Ich wollte es mir einfach nicht mehr nehmen lassen und nicht wie in Berlin schon wieder undankbare Vierte werden. Mein Tank war nicht leer, ich hatte noch etwas drin gelassen und konnte das Tempo noch einmal verschärfen.“

Die beiden weiteren Deutschen Marlene Gomez-Islinger (Saarbrücken) und Anabel Knoll (Ingolstadt) belegten die Ränge 23 und 28.

Tim Siepmann als 26. bester Deutscher

Bei den Männern gewann der Brite Samuel Dickinson das Rennen (1:56:11 Stunden). Tim Siepmann (Potsdam) erzielte bei seinem Weltcup-Debüt als 26. das beste Resultat aus deutscher Sicht. Er gehörte bis zum zweiten Wechsel der ersten großen Gruppe an, konnte beim Laufen jedoch nicht ganz mit den vorderen Athleten mithalten. Jonas Breinlinger (Saarbrücken) und Linus Stimmel (Worms) stiegen auf der Radstrecke aus. Breinlinger aufgrund einer defekten Bremse.


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