Mixed Relay in Nottingham, drei DTU-Athleten in Nur-Sultan

14.06.2019 07:53 von Thorsten Eisenhofer

In Nottingham (Großbritannien) steht am Samstag (15. Juni, 16.06 Uhr Ortszeit, 17.06 Uhr deutscher Zeit, im Livestream auf www.triathlonlive.tv) das zweite wichtige Mixed-Relay-Rennen des zweiten Qualifikationszeitraums an. Wie schon beim Staffel-Wettbewerb bei der EM in Weert (Niederlande) vor zwei Wochen geht es um wichtige Punkte für das Olympic Qualification Ranking – und damit um die direkte Olympia-Qualifikation im Mixed Relay.

Deutschland im Klassement auf Rang sechs

Deutschland ist durch den zweiten Rang bei den Staffel-Europameisterschaften im Klassement auf den sechsten Rang geklettert – die ersten sieben Mannschaften qualifizieren sich über das Ranking für die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Bundestrainer Faris Al-Sultan bezeichnete den sechsten Platz in einem Interview auf der Webseite der Deutschen Triathlon Union (DTU) als „Spiegelbild der aktuellen Leistungsfähigkeit“. In das Olympic Qualification Ranking gehen pro Nation fünf Ergebnisse ein. Drei Resultate aus dem ersten Qualifikationszeitraum (bis zum Rennen in Abu Dhabi im März, das Deutschland als Fünfter beendete) und zwei aus dem zweiten Qualifikationszeitraum – oder umgekehrt.

Alle Top-Nationen dabei

In Nottingham sind alle Länder vertreten, die Top-Positionen im Olympic Qualification Ranking einnehmen. Vor Deutschland liegen derzeit Frankreich, Australien, Großbritannien, USA und die Niederlande. Auch die knapp hinter der deutschen Mannschaft positionierten Schweizer und Neuseeländer sind bei dem Wettbewerb in Großbritannien am Start.

Für Deutschland starten Jonas Schomburg (Langenhagen), letzte Woche Zehnter beim Rennen der World Triathlon Series (WTS) in Leeds (Großbritannien), Valentin Wernz (Saarbrücken) sowie Lena Meißner (Neubrandenburg) und Caroline Pohle (Leipzig). Aufgrund der schlechten Wasserqualität wird das Rennen als Duathlon ausgetragen.

Lührs und Eim starten in Kasachstan

Beim Weltcup-Rennen im kasachischen Nur-Sultan (das frühere Astana) über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) gehören Lasse Lührs (Alicante) bei den Männern und Nina Eim (Itzehoe) bei den Frauen zu den Kandidaten für eine vordere Platzierung. Beide haben dieses Jahr schon einen zweiten Rang in einem Weltcuprennen erreicht. Lührs in Madrid, als er ganz knapp gegen Justus Nieschlag (Lehrte) im Zielsprint um Position eins verlor, Eim in Cagliari (Italien).

Im vergangenen Jahr belegte Lührs bei den Rennen in Kasachstan Rang fünf, verpasste das Podium nur um rund 20 Sekunden. Vor der EM (Rang 44) vor zwei Wochen war er krank, konnte sich jedoch gut auf den Weltcup in Nur-Sultan vorbereiten: „Ich konnte mich physisch und psychisch gut von der EM erholen und denke, dass eine Top-Ten-Platzierung in Nur-Sultan ein realistisches Ziel ist.“

Eim geht zuversichtlich in das Rennen und sagt: „Ich würde gerne von Anfang an vorne dabei sein und solange es geht, um die vorderen Plätze mitkämpfen.“ Sie wähnt sich in ihrer bisher besten Schwimm- und Radform, nur im Laufen fehlen ihr ein paar Trainingskilometer. „Daher könnte es über die Olympische Distanz schwer werden, ganz vorne mitzuhalten“, so Eim.

Zudem ist Johannes Vogel am Start. Für den Potsdamer ist es der zweite Weltcup-Start in diesem Jahr. Sein bestes Ergebnis ist dabei Rang 15 in Cagliari, das ihm auch die Qualifikation für die U23-WM einbrachte.


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