Triathlon-WM: Lisa Tertsch gewinnt Bronze in der U23

30.08.2019 17:26 von Eva Werthmann

Lisa Tertsch (Darmstadt) hat bei der Triathlon-Weltmeisterschaft der International Triathlon Union (ITU) in Lausanne (Schweiz) im U23-Rennen der Frauen die erste Medaille für die Deutsche Triathlon Union (DTU) gewonnen. In dem Rennen über die Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) überquerte die 21-Jährige nach 2:04:31 Stunden als Dritte die Ziellinie, 30 Sekunden hinter der Siegerin Emilie Morier aus Frankreich (2:04:01). Olivia Mathias (2:04:08) aus Großbritannien gewann Silber. Lena Meißner (Neubrandenburg) belegte den starken siebten Platz.

„Das war ein tolles Erlebnis. Es war schon mein Ziel eine Medaille zu gewinnen, aber beim Radfahren waren wir dann ziemlich weit hinten. Und dann dachte ich mir, mal gucken, wie es beim Laufen wird. Ich bin dann schön gleichmäßig gelaufen und dann hat es geklappt. Es war ein tolles Gefühl, eine nach der anderen einzusammeln“, freute sich Tertsch im Ziel.

Tertsch und Meißner hielten sich nach dem Schwimmen in der Verfolgergruppe auf. Der Rückstand wuchs auf dem anspruchsvollen Radkurs auf über eine Minute bis zum zweiten Wechsel an, bei dem die beiden Deutschen auf den Plätzen 10 und 11 lagen. Tertsch setzte sich auf der zweiten Laufrunde zusammen mit Kate Waugh (Großbritannien) ab. Runde für Runde arbeiteten sich die beiden nach vorne, bevor sie sich eingangs der Schlussrunde die Drittplatzierte Keira Hedgeland (Australien) schnappten. Tertsch ließ auf den letzten 2,5 Kilometern Waugh keine Chance mehr und sicherte sich die Bronzemedaille.

Schaufler läuft auf den 13. Rang

Bei den U23-Männern kam Jannik Schaufler (Saarbrücken) als 13.nach 1:52:55 Stunden ins Ziel und war damit bester Deutscher. Johannes Vogel (Saarbrücken) musste auf der Laufstrecke aufgrund von gesundheitlichen Problemen aussteigen.

„Ich habe mir heute mehr vorgenommen, auch wenn sich ein 13. Platz bei der WM nicht so verkehrt anhört“, sagte Schaufler im Ziel und fügte hinzu: „Ich habe die Temperaturen vielleicht etwas unterschätz. Auf der Strecke war es auch nicht wirklich möglich, zu kühlen. Am Anfang musste ich viel auf dem Rad machen, da war ich zwischendurch vielleicht kurz über der Schwelle. Und dann habe ich mich einfach noch irgendwie ins Ziel gerettet.“

Schaufler und Vogel schafften nach dem Schwimmen zunächst den Sprung in die Verfolgergruppe, die dann innerhalb der ersten beiden Radrunden zur Spitzengruppe aufschloss. Schaufler hielt auf der ersten Laufrunde noch den Anschluss zur Spitze, musste jedoch in der Folge abreißen lassen und kämpfte sich am Ende als 13. ins Ziel.


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