Zwei deutsche Siege in der Super League

30.09.2019 15:10 von Thorsten Eisenhofer

Jonas Schomburg (Langenhagen) hat beim Saisonauftakt der Super League in Jersey am Wochenende den Finaleinzug geschafft und den 14. Platz belegt. Bei den Junioren gab es durch Simon Henseleit (Landesverband Bayern) und Selina Klamt (Brandenburg) gleich zwei Erfolge für Athleten der Deutschen Triathlon Union (DTU).

Schomburg schied im Finale bei dem Rennen im Triple-Enduro-Format, bei dem nach jeder Disziplin der letzte Athlet aus dem Wettbewerb genommen wurde, nach dem ersten Lauf aus. Aufgrund starker Winde wurde im Finale das Radfahren gestrichen, es wurde also jeweils dreimal geschwommen (300 Meter) und gelaufen (1,6 Kilometer).

Das Rennen gewann Vincent Luis (Frankreich) vor seinem Landsmann Pierre Le Corre und Hayden Wilde (Neuseeland). Luis ist der Titelverteidiger in der Super League und amtierender Weltmeister auf der Kurzdistanz. Bei den Frauen – hier war keine Deutsche am Start - siegte die Französin Cassandre Beaugrand vor Katie Zaferes (USA) und Rachel Klamer (Niederlande), Zweite beim Rennen der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga Anfang August in Berlin hinter Laura Lindemann (Potsdam).

Henseleit mischt bei den Profis mit

Simon Henseleit erwischte einen Sahnetag. Er gewann nicht nur den Wettbewerb der Junioren, er qualifizierte sich als Sieger zudem für das Eliterennen und schafft dort den Einzug in das Finale, verzichtete aber aufgrund der Belastung von mehreren Rennen auf den Start. „Ich war natürlich nicht mehr ganz frisch. Aber neben Athleten wie Jonathan Brownlee oder Gustav Iden an der Startlinie zu stehen, war natürlich ein tolles Erlebnis. Ich hätte nie mit solch einer guten Platzierung gerechnet. Als dann noch der Renndirektor auf mich zukam und mir mitteilte, dass ich mich als einer von 15 Athleten für das Finale qualifiziert hatte, war die Erschöpfung wie weggeblasen“, so Henseleit.

Im Junioren-Wettkampf im Enduro-Format (300 Meter Schwimmen, 4 Kilometer Radfahren, 1,6 Kilometer Laufen) setzte sich Henseleit mit sechs Sekunden Vorsprung durch, die er sich im zweiten Radabschnitt erarbeitete. Jonas Osterholt (Nordrhein-Westfalen) belegte Rang sechs. „Das Wochenende war ziemlich surreal. Ich wusste, dass mir kurze Strecken liegen, aber solche Ergebnisse habe ich trotzdem nicht erwartet“, so Henseleit.

Klamt gewann das Rennen der Juniorinnen mit fünf Sekunden Vorsprung auf die Französin Emma Lombardi, die auf dem zweiten Radabschnitt stürzte. Somit konnte Klamt die Führung übernehmen, die sie auch ins Ziel brachte. „Ich wollte mir die Gelegenheit nicht mehr nehmen lassen, das erste Mal ein Zielbanner in der Hand zu halten. Ich bin glücklich, dies geschafft zu haben“, sagte Klamt, deren Rennen alles andere als optimal begonnen hatte. Zum einen wurde nur einmal anstatt zweimal geschwommen, was der guten Schwimmerin nicht gerade entgegen kam. Zum anderen verlor sie beim Schwimmen ihre Schwimmbrille. Das Missgeschick steckte sie gut weg, konnte sich im weiteren Rennverlauf nach vorne arbeiten und sicherte sich mit dem Sieg die Teilnahme beim Eliterennen, wo sie im Halbfinale vor der letzten Laufrunde „eliminiert" wurde. „Es hat trotzdem extrem viel Spaß gemacht mit der Elite zu starten und war eine tolle Erfahrung“, so Klamt. Lara Ungewickell (Berlin) kam bei den Juniorinnen auf Rang sieben ins Ziel.

In der Jugend belegten beim Sieg von Alexandre Montez (Portugal) die deutschen Starter Janne Büttel (Berlin) und Justus Steiert (Bayern) die Ränge zehn und 18.


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