Triathlon-WM in Hamburg: auch im Einzel werden WM-Titel vergeben

26.08.2020 07:40 von Eva Werthmann

Die Gewinner der Einzelrennen des Hamburg Wasser World Triathlons am 5. September 2020 dürfen sich in diesem Jahr Triathlon-Weltmeister nennen. Das hat der Vorstand des Triathlon-Weltverbands World Triathlon in einer Telefonkonferenz beschlossen. Diese Entscheidung folgte der Absage des Groupe Copley World Triathlon Montreal und des MS Amlin World Triathlon Bermuda, welche bis dato die einzigen zwei anderen verbliebenen Events der World Triathlon Series 2020 waren. Zuletzt ging es in Hamburg 2007 um WM-Titel, als Daniel Unger sensationell gewann.


Da der HAMBURG WASSER World Triathlon nunmehr die einzig stattfindende World Triathlon Series-Veranstaltung der Saison 2020 ist, traf World Triathlon die Entscheidung, die Weltmeistertitel im Rahmen der Rennen im Hamburger Stadtpark zu vergeben, während die Mixed Relay-Weltmeisterschaften am 6. September ebenfalls in Hamburg stattfinden. Die besten deutschen Triathlet*innen, darunter Laura Lindemann, Jonas Schomburg und Justus Nieschlag, werden dann mit den besten Triathlet*innen der Welt um die WM-Medaillen kämpfen, darunter die amtierenden Weltmeister Katie Zaferes (USA) und Vincent Luis (FRA), ebenso wie der zweifache Olympia-Medaillengewinner Jonathan Brownlee (GBR) und mehrfache Weltmeister wie Mario Mola (ESP), Flora Duffy (BER) oder Vicky Holland (GBR). Die Anzahl der Startplätze wird um 10 Athlet*innen je Geschlecht erweitert, um jeweils 65 Starter*innen den Wettkampf zu ermöglichen.

Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU): „Diese Entscheidung unterstreicht, welch großes Vertrauen die ITU in Hamburg als Ausrichter dieser Rennen hat. Die Zuverlässigkeit der vergangenen Jahre vor allem bezüglich der Austragung der Mixed Relay WM wird nun belohnt. Mich freut es auch besonders für die deutschen Athletinnen und Athleten, denn nun können sie auf heimischen Boden um WM-Medaillen im Einzel kämpfen. Das war zuletzt 2007 der Fall, als Daniel Unger zu Gold stürmte. Eine Chance, die nicht allzu viele in ihrem Sportlerleben bekommen.“

„Ich möchte den Organisatoren, der Deutschen Triathlon Union und den Mitarbeitern des World Triathlon für ihr Engagement und ihre Bemühungen danken, diese Gelegenheit unter solch herausfordernden Bedingungen zu ermöglichen. Wir wissen es zu schätzen, dass sie allen Athleten und Trainern, die nach Deutschland reisen, um trotz einiger Reisebeschränkungen an den Wettkämpfen teilzunehmen, geholfen haben und dass sie eine Veranstaltung und eine Strecke organisiert haben, die, da bin ich mir sicher, großartig sein werden", erklärte Marisol Casado, Präsidentin des World Triathlon World Triathlon und IOC-Mitglied. "Der Sport kann ein großartiges Instrument auf dem Weg der Genesung sein, wir kehren langsam zu dieser neuen Normalität zurück, und wir tun alles, was wir können, um die Athleten, Organisatoren, nationalen Verbände und alle unsere Partner auf dieser Reise zu unterstützen. Die Gesundheit und Sicherheit aller Athleten hat für uns oberste Priorität, und in diesem Sinne werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um ein großartiges Ereignis zu organisieren und die Weltmeister zu krönen", sagte sie.

„Dass neben der Mixed Team-WM auch die Weltmeister der World Triathlon Series im Rahmen des HAMBURG WASSER World Triathlon gekürt werden, ist für uns als Veranstalter und die Stadt Hamburg als Gastgeberstadt eine grandiose Geschichte. Wir fühlen mit den Organisatoren der beiden abgesagten Rennen, denn als Veranstalter sitzen wir momentan alle im selben Boot“, so Oliver Schiek, Managing Director der IRONMAN Germany GmbH. „Trotzdem, oder genau deshalb werden wir alles dafür geben, der Triathlon-Welt ein magisches Event zu bieten, das auch unter streng kontrollierten Bedingungen die Herzen aller Triathlon-Fans höher schlagen lassen wird. Die absolute Weltspitze des Triathlon wird zu Gast in Hamburg sein, und mit den Live-Übertragungen auf den öffentlich-rechtlichen Sendern bringen wir das spannendste Triathlon-Event des Jahres außerdem in die heimischen Wohnzimmer.“


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