"Da konnte man mal richtig knallen und Gas geben"

24.07.2020 08:42 von Thorsten Eisenhofer

Timo Spitzhorn und das Team PSD Bank Tri Post Trier freuen sich auf den Swim & Run der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am Sonntag. Wir haben mit ihm vor dem zweiten Saisonrennen über Ausreden für nicht optimale Leistungen, einen Wettkampf unter Teamkollegen und Radfahren mit Topstars wie Richard Murray und Patrick Lange gesprochen.

Timo, am Sonntag steht der Swim & Run der Bundesliga an.

Ich bin froh, dass ein Rennen stattfindet und auf meine Leistung gespannt. Vor allem durch die Corona-bedingte Schwimmpause kann ich nur schwer einschätzen, was ich im Wasser drauf habe. Natürlich hat man Zeiten im Kopf, aber mein letzter Test über 800 Meter Schwimmen ist auch schon ein Jahr her. Und eine Ausrede habe ich auch: Ich habe nach dem bestandenen Abitur auch ein bisschen gefeiert (lacht).

Was wollt ihr als Team erreichen?

Marc (Pschebizin, Sportlicher Leiter) hat ein paar Ziele. Wir wissen, dass wir nicht gewinnen werden und wollen gut abschneiden. Und ganz hinten will keiner landen, auch wenn wir wissen, dass wir nicht die besten Schwimmer haben und ein Swim & Run uns daher nicht unbedingt liegt.

Ein Rennen hast du dieses Jahr schon absolviert.

Wir haben in Trier von unserem Bundesliga-Team aus vor rund vier Wochen ein Rennen gemacht: Schwimmen in der Mosel, Radfahren und dann noch zwei Laufrunden um den See. Da konnte man mal so richtig knallen und Gas geben.

Es war bestimmt ein cooles Erlebnis?

Ja, es war der erste Triathlon seit langer Zeit für mich. Es war mir egal, dass es geregnet hat. Es war schön zu sehen, wo man steht. Ansonsten hat man ja viel alleine trainiert.

Coole Erlebnisse hatte auch die vergangene Saison für dich bereit, die erste in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga.

Ich bin vorher für Montabaur in der 1. RTV-Liga gestartet. Da hatten wir 2018 eine recht gute Mannschaft und haben die Saison locker gewonnen. Die Bundesliga war dann ein ganz anderes Level. Aber es hat auch richtig Spaß gemacht.

Es war ein richtiger Sprung für dich.

Das stimmt. Die Bundesliga ist eine andere Welt, die Athleten haben alle ein Top-Level, das ist überhaupt nicht zu vergleichen.

Wie nervös warst du vor deinem Bundesliga-Debüt im Kraichgau?

Ich war zuvor – und auch danach – niemals vor einem Wettkampf so nervös wie vor diesem Rennen. Das war echt krass. Aber es ist ja alles gut gegangen und ich habe ein richtig gutes Rennen abgeliefert (Timo belegte Rang 48, Anm. d. Red.). Bei den folgenden Bundesliga-Rennen war ich auch nervös, aber nicht mehr so sehr wie im Kraichgau. Es war schon etwas Besonderes, an der Startlinie mit Athleten wie Richard Murray zu stehen und zu versuchen, mitzuhalten.

Wobei das mit dem Mithalten mit den Topstars ja nicht so eine einfache Sache ist.

Das stimmt. Im Kraichgau bin ich mal neben Richard Murray geschwommen. In Berlin bin ich sogar vor ihm aus dem Wasser gekommen. Das war schon cool. Wir haben dann gemeinsam versucht, eine zweite Radgruppe aufzubauen. Dann kam auch noch Patrick Lange von hinten. Wenn solche Athleten dann Tempo machen, dann weiß man, dass man nach vorne fährt. Ich weiß, dass ich bei denen beim Laufen dann nicht mehr mithalten kann. Da versucht man dann, sein Rennenzu machen.

Der Swim & Run ist am Sonntag um 9 Uhr, um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr auf dem Insagram-Live-Kanal der DTU zu verfolgen.


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