"Sprung in die Bundesliga ist schon krass"

23.07.2020 08:20 von Thorsten Eisenhofer

Rike Kubillus (Sparda-Bank Team Hagen) freut sich auf den Swim& Run der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am Sonntag. Wir haben zuvor mit ihr über den Teamgedanken, den Sprung von der dritten in die erste Liga und den Einfluss eines guten Freundes gesprochen.

Rike, Wettkämpfe der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga sind immer auch Teamwettkämpfe. Freust du dich darauf, am Sonntag mit deinen Mannschaftskameradinnen gemeinsam an der Startlinie zu stehen?

Auf jeden Fall. Ich freue mich, mal wieder in Hagen zu sein, mit den Mädels gemeinsam zu starten und danach noch ein bisschen Zeit zusammen zu verbringen.

Der Teamgedanke ist für viele Athlet*innen das Besondere an Rennen der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga.

Der Teamgedanke und das Zusammensein sind wirklich toll. Als ich früher im Nachwuchskader von Schleswig-Holstein war, fand ich es schon toll, wenn wir zusammen zu Rennen des DTU-Jugendcups gefahren sind. Damals war es der Landesverband, heute ist es die Bundesligamannschaft. Es macht einfach Spaß, zusammen zum Wettkampf zu fahren, sich zusammen vorzubereiten, zusammen das Rennen zu bestreiten.

Du startest nun im dritten Jahr für Hagen in der Bundesliga. Was war dein bisher tollstes Erlebnis?

Das Rennen in Binz 2018. Es war mein bisher bester Wettkampf (Platz 25, Anm. d. Red.) und es war für das Team (Rang acht, Anm. d. Red.) auch ein guter Wettkampf. Zudem waren sehr viele Leute da, um mich anzufeuern. Ich komme ja aus Kiel und so war meine Familie da, Bekannte waren da und sogar mein langjähriger Trainer war da.

Es war also quasi ein Heimspiel für dich?

Ja, das war ein tolles Erlebnis.

Du stammst aus Schleswig-Holstein, bist für Bargteheide in der Regionalliga und Zweiten Liga gestartet. Wie kam es dann zum Wechsel nach Hagen?

Ich wollte damals mit meinem besten Freund aus Kiel zusammen ins Trainingslager fahren. Er hat damals einen neuen Verein gesucht, weil die Männer aus Bartgeheide wieder aus der Zweiten Liga abgestiegen waren. Er hat sich Hagen angeschlossen und dann gefragt, ob ich mit ins Trainingslager der Hagener fahren kann. Ich durfte. Und bin dann ab der folgenden Saison auch für Hagen gestartet.

Nach einem Jahr in der Regionalliga und zwei Jahren in der Zweiten Liga hieß es ab 2018 dann Bundesliga für dich. Wie groß war der Sprung?

Regionalliga und Zweite Liga sind komplett anders, zum Beispiel, weil es beim Radfahren in der Regionalliga keine Windschattenfreigabe gibt. Der Sprung von der Regionalliga in die Zweite Liga ist aber leistungsmäßig nicht so groß. In der Regionalliga war ich immer mit vorne dabei und in der Zweiten Liga hat es auch oftmals für gute Platzierungen gereicht. Der Sprung in die Bundesliga ist dann deutlich krasser. Während ich in der Zweiten Liga immer die erste Radgruppe bekommen habe, bin ich in der Bundesliga schon froh, wenn ich die dritte Radgruppe erwische. Schwimmen und Laufen werden in der Bundesliga auf einem ganz anderen Niveau betrieben.

Welche Ziele hast du noch für die Bundesliga?

Eine Top-30-Platzierung will ich auf jeden Fall noch mal erreichen. Mein Traum ist ein Rang unter den ersten 20, das wäre mal richtig cool.

In der vergangenen Saison lief es für euch nicht so gut. Vermutlich wollt ihr am Sonntag zeigen, dass ihr eigentlich zu den Mittelfeldteams der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga gehört?

Ja, das Ziel ist nicht nur im Swim & Run, sondern generell in den kommenden Rennen, wieder Plätze im Tabellenmittelfeld zu erreichen.

Wie groß ist die Vorfreude auf Sonntag?

Schon groß. Der Wettkampf ist eine Einordnung, wo man steht. Ich habe einmal einen 4-Kilometer-Testlauf im Training gemacht, ansonsten habe ich nur die Intervalleinheiten als Vergleichswert zu den letzten Jahren. Und schwimmen konnte man lange Zeit ja nicht. Daher bin ich gespannt, wo ich stehe. Zeiten lassen sich ja immer gut vergleichen.

Du hast dir ja sicherlich auch schon Gedanken gemacht, was vielleicht möglich ist.

Im Schwimmen weniger, da ich da ja lange Zeit nicht trainieren konnte. Über 5 Kilometer würde ich gerne eine neue persönliche Bestzeit laufen, auch wenn ich noch nie 5 Kilometer auf der Bahn gelaufen bin. Aber das lässt sich ja trotzdem ganz gut mit den Wettkämpfen auf der Straße vergleichen.

Der Swim & Run ist am Sonntag um 9 Uhr, um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr auf dem Insagram-Live-Kanal der DTU zu verfolgen.


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