"Ich glaube, einige von uns werden es noch weit bringen"

15.10.2020 13:45 von Thorsten Eisenhofer

Acht Triathlon-Nachwuchs-Talente haben Anfang Oktober in der zweiten Runde des Talenttransferprogramms der Deutschen Triathlon Union (DTU) einen weiteren Schritt zu einer Laufbahn im Leistungssport gemacht. Am Bundesstützpunkt in Potsdam nahmen die Talente an mehreren Tests teil und lernten das Leben an einem Stützpunkt kennen.

„Es hat den Jugendlichen sehr viel Spaß gemacht“, sagte Steffen Justus. Der Bundestrainer Sichtung organisierte und leitete das Camp zusammen mit Nachwuchsbundestrainer Thomas Moeller und Tom Kosmehl, Para-Bundestrainer. Für die acht jungen Sportler*innen standen unter anderem ein Radtest mit Wattbike, Lauf- und Schwimmtest sowie Athletiktests und Geschicklichkeitsübungen an. „Wir haben die ganze Bandbreite, die im Triathlon notwendig ist, abgefragt, um das Entwicklungspotential der Athlet*innen beurteilen zu können“, sagt Justus.

Ziel des Talenttransferprogramms ist es, talentierte Triathleten, die einen Background in einer anderen Sportart haben, aufzuspüren und langfristig an den Leistungssportbereich heranzuführen. In diesem Jahr richtet sich das Programm erstmals auch an Sportler*innen mit einer Behinderung. In Potsdam war auch ein Para-Triathlet dabei.

„Alle Sportler*innen konnten etwas mitnehmen und werden ihren Weg im Triathlon machen“, sagt Justus, der vor allem die gute Gruppendynamik, die in den wenigen Tagen in Potsdam entstanden ist, herausstrich. Zufrieden waren auch die jungen Sportler: „Das Camp hat mega viel Spaß gemacht. Es war sehr motivierend zu sehen, was man als Quereinsteiger noch alles erreichen kann“, sagte etwa die 16-jährige Laura, die vom Schwimmen kommt.

Und der frühere Fußballer Lorenz, einer der anderen Teilnehmer, befand: „Jeder kam auf einem anderen Weg zum Triathlon, und doch hat uns alle diese gewisse Einstellung verbunden. Wir haben einfach Bock auf diesen Sport, und das hat man auch gemerkt. Jeder von uns war bereit, bei den unterschiedlichen Tests bis an sein absolutes Maximum zu gehen und danach trotzdem noch zu sagen, das war das geil! Ich glaube, einige von uns werden es noch weit bringen.“

Das sieht auch Steffen Justus so. Das Niveau beim Talenttransferprogramm der DTU war deutlich höher als im Premierenjahr 2019. „Es hat sich etabliert“, sagt Justus. Der Termin für 2021 wird auf der DTU-Webseite frühestmöglich bekannt gegeben.


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