So schön ist die Wettkampfzeit

28.09.2020 11:39 von Thorsten Eisenhofer

Endlich, endlich. Nach einer langen Corona-bedingten Pause hat die Wettkampfsaison im Laufe des Sommers doch noch Fahrt aufgenommen. Unter Auflagen natürlich, wie dem DTU-Corona-Konzept und den Hygiene-Vorgaben der Bundesländer, also mit weniger Athleten, vielen Startwellen und Abstandregeln - aber immerhin gab es Wettkämpfe. Zur Freude der Athleten, für die die Wettkampfpause lang war - für den einen oder anderen fast ein Jahr.

Wir haben mit Athleten gesprochen, die bei den ersten Wettkämpfen, die nach der Corona-bedingten Pause in Deutschland wieder stattgefunden haben, dabei waren. Sie haben uns geschildert, wie sehr sie sich auf den Wettkampftag gefreut haben, wie sehr sie das Rennen genossen haben und wie sehr sie daraus Kraft und Motivation für die kommenden Wochen und Monate geschöpft haben.

Alex Schilling: „Ein Signal, dass Wettkämpfe möglich sind“

„Ich gehörte zu den Glücklichen, die schon am 26. Juli beim 37. Leipzig Triathlon wieder starten durften. Da ich auch nebenbei als Veranstalter tätig bin, weiß ich, wie schwer es im Moment ist, einen Wettkampf im Ausdauersport zu organisieren. Ein großes Dankeschön deshalb an die Veranstalter in Leipzig, die mit langem Atem und viel Aufwand durchgehalten haben. Es waren jeweils 400 Starter über die Olympische Distanz und die Sprintdistanz dabei. Dadurch konnten die aktuellen Hygieneregeln meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt werden. Ich hoffe, dass der Wettkampf ein Signal ist, dass sicherer Wettkampfsport in Deutschland möglich ist."

Sigrid Mutscheller: „Wettkämpfe sind eben das Salz in der Suppe“

„Als Wintersportlerin ist mir ein trainingsreicher Sommer nicht fremd. Aber Wettkämpfe sind nun einmal das Salz in der Suppe der Sportler. Und so habe ich mich wirklich gefreut, dass es in Oettingen (Bayern) einen Triathlon unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen gab. Ein dickes Lob an die Veranstalter mit einem klaren Signal, dass im Verein und im Ehrenamt effizient und nachhaltig gearbeitet wird: wenn man will, geht sehr viel - auch in der Krise. Trotz sehr entschleunigter Atmosphäre war ein richtiger Wettkampf mit Topleistungen möglich. Cool, dass es für mich dabei noch zum Sieg gereicht hat.“

Christoph Klipp: „1000 Kilometer für einen Wettkampf“

„Der Leipziger Triathlon sollte eigentlich der letzte Formtest für mich vor meinem Langdistanz-Rennen, also dem Höhepunkt des Jahres, sein. Jetzt ist Leipzig der erste und letzte Triathlon dieses Jahr für mich. Die Überlegung, ob es sich lohnt von Stuttgart nach Leipzig zu fahren, immerhin rund 500 Kilometer, für eine Olympische Distanz - ab dem Start waren diese Gedanken verflogen und ich wusste die Antwort. Es wird nun eine lange Wettkampf-Durststrecke folgen. Aber für die nächsten paar tausend Trainingskilometer weiß ich wieder, wofür es sich lohnt.“

Nina Rosenbladt: „Endlich wieder Wettkampffeeling“

„Endlich wieder mit Bauchkribbeln vor Aufregung aufstehen. Endlich wieder Honig- und Nutella-Brötchen frühstücken. Endlich wieder einen Einteiler anziehen. Endlich wieder die Teammitglieder anfeuern. Endlich wieder ein Brennen in der Lunge. Endlich wieder Wettkampffeeling!“

Conny Blumert: „Ein echter Lichtblick“

„Wir hatten riesiges Glück, dass in diesem Jahr der Corona-bedingten Absagen ausgerechnet unser Heim-Wettkampf in Leipzig stattfand! Das war ein echter Lichtblick in einer Saison, die uns Athleten doch einige Motivationsprobleme beschert hat. Am Ende reichte es trotz reduziertem Training zu einem guten Ergebnis. Einen herzlichen Dank vor allem an die Organisatoren und die vielen Helfer, dass sie das Wagnis auf sich genommen haben und uns so einen schönen Wettkampf - trotz der Hygieneauflagen ( fast wie "normal"!) - ermöglicht haben! Drücken wir die Daumen für eine möglichst normale Saison im nächsten Jahr...“


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