Düro führt DTU

25.02.2008 18:43 von Haupt-Administrator

Außerordentlicher DTU-Verbandstag im November

DOSB-Vermittlungsgespräch erfolgreich - Bach dankt für konstruktive Mitarbeit

DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach und DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper haben am Montag, 25. Februar 2008 mit den Herren Dr. Klaus Müller-Ott, Rainer Düro, Peter Kernbach und Reinhard Wilke die derzeitige Lage der Deutschen Triathlon-Union (DTU) eingehend erörtert und gemeinsam nach einem Ausweg aus der gegenwärtigen Krise gesucht. Im Ergebnis verständigen sich die Beteiligten aus der DTU auf folgende Punkte:

1. Die Gesprächsteilnehmer sind darin einig, ihre innerverbandlichen Aktivitäten an dem Ziel auszurichten, weiteren Schaden von der DTU abzuwenden und die in den letzten Jahren erfolgreiche Neuaufstellung der DTU im Interesse des Triathlon-Sports in Deutschland zu unterstützen.

2. Der Jahresabschluss 2007 der DTU wird durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft. Dieser Wirtschaftsprüfer erstellt auch einen Bericht zur internen Rechnungslegung 2007. Vor Abschluss der Prüfungen erhalten die Beteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Feststellungen des Wirtschaftsprüfers werden von allen Beteiligten als verbindlich anerkannt. Die Auswahl des Wirtschaftsprüfers erfolgt durch den DOSB bis zum 29. Februar 2008. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers sind spätestens bis zum 22. August 2008 zu erstellen. Für Begleitung bei der Erstellung der Berichte sowie für Fragen bei deren Abwicklung wird Herr Hans-Peter Krämer, Vizepräsident für Wirtschaft und Finanzen des DOSB, benannt.

3. Ein außerordentlicher Verbandstag der DTU wird für das erste November-Wochenende 2008 einberufen.

4. Bis dahin bleibt das am 17. Februar 2008 gewählte Präsidium im Amt.

5. Auf dem Verbandstag am ersten November-Wochenende 2008 wird das Präsidium neu gewählt.

6. Das Präsidium unterstützt die Tätigkeit von Herrn Dr. Müller-Ott als Vizepräsident der European Triathlon-Union (ETU) und im Exekutivkommitee der Internationalen Triathlon-Union (ITU). Herr Dr. Müller-Ott wird das Präsidium der DTU über internationale Fragen rechtzeitig und umfassend informieren und sich mit ihm entsprechend abstimmen. Das Präsidium wird Herrn Dr. Müller-Ott als Gast einladen, wenn und soweit Tagesordnungs-punkte in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner Funktion in der ETU und ITU stehen.

7. Über die arbeitsrechtlichen Fragen, insbesondere den Umgang mit den ausgesprochenen Kündigungen der Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle entscheidet das Präsidium.

8. Die Beteiligten aus der DTU werden sich über diese Erklärung hinaus nicht mehr öffentlich zu den Umständen, die zum außerordentlichen Verbandstag der DTU am 17. Februar 2008 und zu diesem Gespräch geführt haben, oder über die unmittelbar oder mittelbar innerhalb der DTU Beteiligten äußern. Sie werden keine rechtlichen oder sonstigen Maßnahmen ergreifen oder einleiten, welche geeignet wären, die Umsetzung dieser Vereinbarung zu gefährden. Die Beteiligten aus der DTU werden vielmehr im Sinne des Triathlonsports und der DTU wohlwollend zusammenarbeiten.

9. Die Beteiligten aus der DTU werden dafür Sorge tragen, dass auch in ihrem jeweiligen Umfeld diese Vereinbarung in vollem Umfang nach Wortlaut und Sinn eingehalten wird.

10. Der DOSB wird beauftragt, die Ergebnisse des heutigen Gesprächs und den Wortlaut dieser Vereinbarung der Öffentlichkeit mitzuteilen.

DOSB-Präsident Thomas Bach begrüsste das Gesprächsergebnis: „Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für die konstruktive Mitarbeit. Der erarbeitete Weg bringt die Möglichkeit, in Ruhe und unter Wahrung der Arbeitsfähigkeit des Verbandes zu einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung zu kommen. Insbesondere muss auf die Interessen der Athleten und der Verbandsmitglieder Rücksicht genommen werden." Michael Vesper sagte: "Der Knoten ist durchschlagen. Damit ist der Weg frei für eine tragfähige Grundlage der Verbandsarbeit."

Auf die mögliche Nominierung von DTU-Athleten für die Olympischen Sommerspiele in Peking haben die aktuellen Ereignisse keinen Einfluss, stellt Thomas Bach klar: „Der DOSB wird nicht zulassen, dass solche verbandsinternen Diskussionen auf dem Rücken der Athleten ausgetragen werden. Wir werden auf jeden Fall die nach unseren Kriterien für die Olympischen Spiele qualifizierten Triathleten nominieren."

Pressemitteilung
Deutscher Olympischer Sportbund
Medien/Öffentlichkeitsarbeit

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