DTU-Asse leicht gehandicapt bei der WM in Edmonton

28.08.2014 10:54 von Oliver Kubanek

"Wir bleiben optimistisch und hoffen auf die eine oder andere Top-Platzierung"

Mit fünf Startern geht die Deutsche Triathlon Union in die finalen Rennen der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie in Edmonton am kommenden Wochenende. Anja Knapp (Dettingen) und Rebecca Robisch (Saarbrücken) werden am Samstag ab 20:00 Uhr MESZ versuchen, im WM-Ranking noch möglichst Plätze gut zu machen. Gregor Buchholz, als Neunter in der WM-Gesamtwertung bestplatzierter DTU-Athlet, Steffen Justus (beide Saarbrücken) und Franz Löschke (Potsdam) stehen am Sonntag um 20:00 Uhr MESZ an der Startlinie. Allerdings gehen alle aus dem deutschen Quintett leicht gehandicapt an den Start: geschwächt durch einen Magen-Darm-Virus oder mit Trainingsrückstand. Die WM-Zweite 2012 und WM-Dritte 2013, Anne Haug (Bayreuth), ist in Kanada nicht am Start, da sie ihre Saison nach einem Radsturz Ende Mai mit folgendem Knochenödem vorzeitig beenden musste.

„Wir müssen ein wenig in die trainingstechnische Trickkiste greifen, um in Absprache mit unseren Ärzten alle zu mindestens in einem gesunden und wettkampffähigen Zustand an die Startlinie zu bekommen“, beschreibt DTU-Bundestrainer Dan Lorang seine aktuelle Aufgabe. „Wir bleiben aber optimistisch und hoffen auf die eine oder andere TOP10-Platzierung.“ Hintergrund der Aussagen Lorangs ist die Erkrankung von drei der vier Starter beim vorletzten WM-Rennen in Stockholm am vergangenen Wochenende, die – wie auch einige Athleten anderer Nationen – mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen hatten. Rebecca Robisch hatte sich zudem bei ihrem Radsturz eine Gehirnerschütterung zugezogen. Fit, aber mit Trainingsgrückstand gehen Steffen Justus und Franz Löschke an den Start. „Prognosen sind daher sehr schwierig“, so der Bundestrainer.

„Ich möchte meine Top10-Platzierung im WM-Ranking auf jeden Fall verteidigen“

Entsprechend äußern sich auch die Athleten selbst vor dem WM-Finale, wenngleich die Motivation ungebrochen ist, gerade vor dem Hintergrund der guten Ergebnisse in Stockholm, die noch einmal Selbstvertrauen und Schwung gebracht haben. „Edmonton wird nun leider eine völlig unberechenbare Geschichte“, sagt Buchholz, zuletzt Dritter in der schwedischen Hauptstadt. „Der Virus ist überstanden und jetzt gilt es, alles im Wettkampf zu investieren. Schließlich möchte ich meine Top10-Platzierung im WM-Ranking auf jeden Fall verteidigen.“

Auf einen Sprung im Gesamtklassement hoffen grundsätzlich auch Rebecca Robisch und Anja Knapp, die momentan als 26. und 27. gelistet sind. Allerdings ist ihr vorrangiges Ziel, erst einmal überhaupt gesund an den Start zu gehen und zu hoffen, dass sich die Auswirkungen der letzten Tage in Grenzen halten.

Rückkehr nach Edmonton für den „dienstältesten“ Athleten Steffen Justus

Körperlich fit, aber mit eingeschränktem Lauftraining aufgrund einer Plantarsehnenverletzung am Fuß, wird Steffen Justus das Rennen angehen. Für den „dienstältesten“ DTU-Starter bedeutet die Edmonton-Reise eine Rückkehr an den Ort seiner ersten Weltmeisterschaft vor 13 Jahren (7. bei den Junioren) und ebenso an die Stätte seines ersten Weltcup-Rennen ein Jahr darauf (23. im Herren-Elitefeld). „Ich bin mit dem guten Gefühl meines letzten Rennens in Hamburg mit Platz acht nach Edmonton gereist. In den letzten Wochen konnte ich gezielt an meinen Schwächen im Schwimmen und Radfahren arbeiten. Natürlich werde ich keine einhundertprozentige Laufform an den Tag legen können, aber mit einem vielleicht passenden Rennverlauf bin ich doch zuversichtlich, die WM Serie 2014 mit einem soliden Ergebnis abschließen zu können.“

Dahingehend sind auch die Zielsetzungen von Franz Löschke, der eine unglückliche Saison hinter sich hat mit erhöhtem Engagement im Studium und einigen Verletzungen. „Der betriebene Aufwand hat sich 2014 leider nicht ausgezahlt bei mir, so dass ein zufriedenstellendes Ergebnis für das letzte Rennen wünschenswert ist.“

Eindeutige Konstellationen im Kampf um die WM-Titel – Jorgensen und Gomez vorn

In den Kampf um die WM-Kronen können die deutschen Triathleten nicht eingreifen. Bei den Damen ist ein Titelgewinn für die Amerikanerin Gwen Jorgensen mehr als wahrscheinlich, da sie das Ranking mit 3885 Punkten und damit mit 848 Zählern Vorsprung vor ihrer Landsfrau Sarah Groff anführt. Zu vergeben sind allerdings noch einmal 1200 Punkte für den Sieg. Auch bei den Herren sind die Verhältnisse ziemlich eindeutig, da Titelverteidiger Javier Gomez (ESP) bei 3833 Punkten ebenfalls deutlich vor der Konkurrenz Jonathan Brownlee (GBR, 3551 Punkte) und Mario Mola (ESP, 3491 Punkte) liegt

 

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Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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